Auf mittelalterlichem Klostergrund steht mitten im ehemaligen ‚Städtle’ die einst große Schulfiliale der Armen Schulschwestern.
1855 von Mutter Theresia gegründet, wurde sie ein Jahrhundert lang zur weithin bekannten Bildungsstätte mit Lyzeum, Internat, Haushaltungsschule und Waisenhaus. Die Ausbildung in Fremdsprachen und Musik stand auf hohem Niveau.
Nach dem Krieg boten die Schwestern Förderlehrgänge an zum Erlernen von Stenographie und Schreibmaschine. Außer Haus waren eine Reihe von Schwestern tätig im Einsatz in der Walther-Volksschule und im Kindergarten.
Der pfarrliche Kindergarten St. Laurentius liegt zwar außerhalb des Hauses, wird aber seit seiner Gründung von einer Schulschwester, derzeit von Sr. Elisabeth Peter, geleitet.
In der Bombennacht des 16. März 1945 fielen Kirche, Kloster und Schule den Flammen zum Opfer.
Das 1963 neu errichtete Haus wurde als Ruheheim erbaut.
2002 wurde eine Sanierung des Hauses notwendig.

Nun ist die kleine Krankenstation hell und freundlich gestaltet und den Pflegeanforderungen entsprechend ausgebaut und eingerichtet.
2005 erfolgte die Sanierung der Kapelle.  
2006 kam die Sanierung und Umgestaltung des Gartens. (Bitte mit der Maus das Bild berühren!)
2009/10 war das ehemalige Schulhaus - heute ebenfalls Wohnbereich der Schwestern - von Grund auf renovierungsbedürftig und wurde mit Nasszellen, Aufzug und Fluchttreppe ausgestattet.
31 Schwestern bewohnen nun helle Räumlichkeiten und genießen den großen Garten, der von der alten Stadtmauer umgeben wird. Das Panorama wird abgeschlossen mit dem Blick auf die Rebhänge von Würzburg, Randersacker und Heidingsfeld.
Bischof Hermann von Lobdeburg gab 1237 dem an dieser Stelle befindlichen Benediktinerinnenkloster den Namen „Sancta Maria in Paradiso“. Diese Bezeichnung, „Klosterparadies“, hat sich bis ins vergangene Jahrhundert erhalten. Wir fühlen uns zwar nicht „im Paradies“, freuen uns aber an der Schönheit unserer Umgebung. Hier eine Überschrift im Pfarrblatt:
Wir sind bestrebt, unser Miteinander von älteren und noch etwas aktiven Schwestern so zu gestalten, dass wir in der Gemeinschaft füreinander da sind.
Bei unserer gemeinsamen Eucharistiefeier, bei Stundengebet und persönlichem Dasein vor Gott, besonders auch in der eucharistischen Anbetung jeweils am Donnerstag tragen wir die großen Anliegen der Zeit vor Gott.
Bei besonderen Anlässen wie z. B. zum Adventbeginn und beim „Regina coeli“ an Ostern stimmt uns das Läuten der Glocke auf die Festzeit ein.

Wir läuten sie auch, wenn eine Schwester nach ihrem Heimgang das Haus verlässt.
Die Schwestern kommen immer wieder als Gemeinschaft zusammen, um miteinander ihr geistliches Leben zu vertiefen. Sie begegnen sich bei den gemeinsamen Mahlzeiten und in froher, geselliger Runde bei Fest und Feier.
Für unsere Umgebung ist das Kloster mitten im Städtle nicht wegzudenken. Zu Jahrgangsgottesdiensten und Maiandachten, manchmal auch zu Hochzeit und Taufe kommen die Heidingsfelder gerne ins Kloster.

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