Erziehen und Unterrichten waren der Auftrag und die Tätigkeit der Schwestern von 1893 bis 1996. Deshalb ist unser Klosterruheheim eingerahmt von den Gebäuden der Gerhardinger Volksschule und des Kindergartens St. Josef.  
Kiche St. Josef Gerhardinger Volksschule Kindergarten;
     
  Wir sind verbunden mit diesen Gebäuden durch einen einmalig schönen, kleinen Garten, der alles bietet: Apfelbäume, einen Zwetschgenbaum und einen riesigen Nussbaum, ein paar Beete mit Salat, Gemüse, Suppengrün und Teekräutern, Pflasterwege begrenzen den Rasen und die Blütenpracht der Blumenrabatten. 
Erholung mitten in der Stadt, uneinsehbar von der Straße her, hier können die Schwestern mit dem Rollstuhl durch den Garten fahren, auf Gartenstühlen oder –bänken ausruhen oder im Gartenhäuschen Schatten suchen. 
Lautes Kinderlachen und Pausenhofspiele mit lärmendem Hurra vermitteln uns ein Gefühl der Vertrautheit mit den Kindern und wecken Leben, gute Nachbarschaft und Erinnerung. Gleich gegenüber der Straße erhebt sich die Pfarrkirche St. Josef und schließen sich die Gebäude des Pfarrzentrums an. So können wir am Leben der Pfarrei, an besonderen Gottesdiensten und Festen gut teilnehmen und fühlen uns mit der Pfarrgemeinde verbunden.
     
  Wir sind derzeit 23 ältere und alte Schwestern, versuchen gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten, in dem wir füreinander aufmerksam da sind und durch intensive Zuwendung Hilfe und Geborgenheit schenken.
Unser Tag ist strukturiert. Gebet und Arbeit, Erholung und Hobby wechseln sich ab, im Zentrum stehen Miteinander und Füreinander jeder einzelnen Schwester.
Wir versuchen eine Verbindung herzustellen zwischen Tradition und zeitgemäßer Pflege und achten die Bedürfnisse der älter werdenden Schwestern. 
Unser Klostergebäude mit einem wunderschönen Renaissance-Giebel wurde durch die „freigebige Munifizenz“ des Bankiers Andreas Bauernfeind 1907 zum Schwesternhaus. 1928 wurde es durch einen Anbau erweitert.
Alt und verwinkelt ist unser Kloster, doch macht das wohnliche Gebäude den Mangel an moderner Architektur wett. 
Voller Blumenschmuck, Pflanzen und heimeliger Ecken strahlt es Wärme und eine gepflegte Atmosphäre aus.
 
Sie spiegeln auch die innere Ruhe und liebevolle Betreuung der alten Schwestern wider, die sich ein Leben lang als Lehrerinnen, Erzieherinnen und Wirtschaftsschwestern um das Wohlergehen anderer bemüht haben und jetzt selber mit schwesterlicher Liebe umhegt werden.  
Wir Schwestern wohnen darin in kleinen, netten Einzelzimmern.
2 große gemütliche Wohnzimmer stehen uns zur Verfügung für Schwesternversammlungen, Gemeinschaftsveranstaltungen, Freizeit, Gemütlichkeit und Unterhaltung . 

Im hellen, geräumigen Speisesaal schaltet Schwester M. Gunda mit ihren treuen Helferinnen. 
Schwester Verana und Frau Josefine Gallesdörfer bereiten uns in der modernen Küche jeden Tag ein schmackhaftes und bekömmliches Essen. 
Der riesige Handarbeitssaal lässt sich vortrefflich in einen Fest- und Feiersaal umfunktionieren, denn Feiern und gemeinsame Feste sind uns sehr wichtig. 

Um das zweckmäßig ausgestattete Pfortenzimmer im Eingangsbereich gruppieren sich die Sprechzimmer und das Gästezimmer. 
Wäscherei, Keller- und Abstellräume, Heizung und Werkstatt des Hausmeisters befinden sich im Untergeschoß. 
Was wäre der Alltag ohne das Zentrum unseres Schwesternheimes, die Hauskapelle!

Eucharistiefeier, Anbetungsstunden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten und das Rosenkranzgebet gehören genauso dazu wie gemeinsame Laudes und Vesper. 
Auch im Ruheheim möchten die Schwestern noch etwas tun, die noch verbliebenen Kräfte in den Dienst der Gemeinschaft stellen. 
Und so hat fast jede von uns Schwestern eine kleine Aufgabe, einen Dienst oder eine Arbeit zu erledigen, sei es die Beteiligung an den notwendigen Arbeiten im Speisesaal, im Haus, an der Pforte, im Garten oder bei der Wäsche, im Büro, in der Schneiderei oder im Strickkreis, wo eifrig an Socken und Mützen für die Obdachlosen gearbeitet wird. 
Auch kommen bedürftige Schüler noch zu Nachhilfestunden zu den Schwestern. Mit viel Geduld und Verständnis versuchen dann die ehemaligen Lehrerinnen zu helfen, die Deutsch- oder Mathematiknote zu verbessern. 
An manchen Tagen ist es im Haus lebendig, wenn Besuche, Verwandte, Freunde vorbeischauen, junge Mütter mit Kleinkindern zum Erntedankfest einen Besuch im Kloster abstatten oder die Kindergartenkinder zum Gratulieren antreten.
Sie bringen viel Freude, Anliegen und auch Sorgen mit, an denen wir Anteil nehmen und die wir im Gebet genauso mittragen wie die Nöte und Probleme der Kirche und der Welt. 
Wir Schwestern beten für Sie.
Teilen Sie uns hier Ihre Gebetsanliegen mit.

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