Zum diesjährigen Treffen der europäischen Ausbildungsleiterinnen,
das vom 29.10. – 01.11.06 stattfand,
hatte die ungarische Schulschwesternprovinz nach Budapest eingeladen.

Bei herrlichem Herbstwetter fuhren wir durch Bayern – Österreich – Ungarn, vorbei an Dutzenden von Windrädern, bis wir dann nach 8 Std. in Budapest ankamen.
Ob diese wohl schon ein Symbol für die sanfte und doch energische Kraft sind, die von solchen Treffen ausgeht?
Neben den Schwestern aus Ungarn, Polen, Tschechien, Österreich, Slowenien und Italien war auch die bayerische Provinz (mit Rumänien) dabei.
Am Sonntag hatten wir die Möglichkeit, das schönste Barockschloss Ungarns zu besichtigen.
Dieses sog. Sissi-Schloß schenkte der
ungarische Staat seinem König (und österreichischen Kaiser) Franz Joseph I. und seiner Frau Elisabeth zur Krönungsfeier.

Als Referentin für die nächsten Tage war Sr. Barbara Valuckas (Wilton) gekommen,
um uns neue Perspektiven zum Thema der Gelübde aufzuzeigen.
Ihre Ausführungen zur “Evolution der Gelübde“ waren äußerst interessant.
Ausgehend von den Grundprinzipien des Universums, über die Menschheitsgeschichte, die Religionsgeschichte, Kirche und Christentum, Ordensgeschichte bis hin zu unserem Charisma legte sie ein weites Verständnis für die Spiritualität der Gelübde heute.
In 6 Kreisen näherten wir uns den Gelübden systematisch, immer mit der Frage, was wir lernen können:
- vom Universum
- von der Menschheitsgeschichte
- von der Weisheit der Religionen
- von Kirche und Christentum
- von der Spiritualität des Ordenslebens
- von unserem eigenen Charisma
Dazwischen gab es Glaubensaustausch in Sprachgruppen oder Arbeitsaufträge in Provinzgruppen und abwechslungsreiche Gebetseinheiten.

Um die bereits vorhandene Sprachenvielfalt noch zu erweitern, betrachteten wir das aramäische Vater-Mutter-unser, (hier klicken zum Anhören - MediaPlayer)
lernten einen Hebammenpsalm kennen, beteten einen Rosenkranz zu den Ich-Bin-Worten Jesu, welche den menschlichen Energiezentren (Chakren) zugeordnet wurden und ließen uns auf das Labyrinth als Meditationsweg ein.
Die Liturgiefeiern fanden in der kleinen Hauskapelle statt, welche mit den Altarbildern von Sr. Beata (SSND) ausgeschmückt ist.
Dank unserer Übersetzerinnen war Einheit trotz Vielfalt (der Sprachen) möglich.
So wurde dieses Treffen wieder zu einem informativen und spirituellen Ereignis, welches alle Teilnehmerinnen zu neuen Gedanken anregte, miteinander ins Gespräch brachte, neue Erfahrungen ermöglichte und die Dankbarkeit über unsere so zukunftsträchtige Konstitution und für die Zugehörigkeit zu unserer Kongregation vertiefte.