Für die Schwestern der Westfälischen Ordensprovinz zeichnete sich bereits schon seit Jahren ab, dass neue Wege des Miteinanders gefunden werden mussten. Erste vorsichtige Schritte hinsichtlich einer Annäherung fanden 1998 und 1999 in Gesprächen der Provinzräte aus Westfalen und Bayern statt.
Ergebnis dieser Unterredungen war ein erster Grundkonsens, dass die beiden Provinzen gemeinsame Wege suchen und die Westfälische Provinz in irgendeiner Form – wenn dies notwendig werden würde – der Bayerischen Provinz angeschlossen würde.
Wie dieser Anschluss Wirklichkeit werden würde, konnte zu der Zeit noch nicht gesehen werden.
In einem sehr intensiven geistlichen Prozess innerhalb der Provinzversammlung und auch in kleineren Schwesterngruppen wurde sehr bald deutlich, dass alle Schwestern der Westfälischen Ordensprovinz den Prozess der Umstrukturierung mit der Provinz Bayern befürworteten. Am Ende dieser ersten Entscheidungsphase stand die einstimmige Bitte der Schwestern um die Eingliederung in die Bayerische Stammprovinz.
Dieser erste und auch die weiteren Schritte innerhalb des Prozesses waren geprägt durch ein zunehmendes Vertrauen untereinander und es wurde sehr schnell deutlich, dass dieser Prozess nicht nur eine äußere Veränderung mit sich bringt, sondern ein tiefer, geistlicher Prozess ist, der neues Leben und Wachstum ermöglicht.