Gemeinsam in die Zukunft
Festgottesdienst

Dem Festgottesdienst am Nachmittag verlieh Herr Kardinal Dr. Friedrich Wetter als Hauptzelebrant und Prediger eine besondere Note. Beim feierlichen Einzug trug Sr. Salome die Kerze, die bereits beim Gebet zur Eingliederung am 31.12.2005 am Grab Mutter Theresias brannte.

 

Anknüpfend an die Eingliederungsfeiern in Berlin und Westfalen im Januar 2006 wurde in einem Ritual symbolisch für den Neubeginn eine Schale bepflanzt. Die Sprecherin sagte: „In den drei verschiedenen Pflanzen bringen Sr. Claudia, Sr. Therese Marie und Sr. Salome zum Ausdruck, dass jede der drei Provinzen eigenständig gewachsen ist und sich je eigen entwickelt hat. Wie die Erde den gemeinsamen Boden darstellt, den Pflanzen Halt und Nahrung gibt, so ist Christus unser aller Grund, die Quelle unserer Einheit. In Mutter Theresia haben wir unsere gemeinsame Wurzel.“ Sr. Rosemary als 10. Nachfolgerin von Mutter Theresia nahm die drei Pflanzen entgegen und fügte sie in der Schale zu einer neuen Einheit zusammen.
 

Kardinal Wetter betonte in seiner Predigt, dass das, was heute gefeiert wird, entgegen dem äußeren Anschein, Aufbruch ist. „Das Charisma der seligen Stifterin Maria Theresia von Jesu Gerhardinger soll auch in Zukunft lebendig bleiben, ja neu zum Leuchten kommen.“
Gemäß dem Vermächtnis ihrer Stifterin haben sich die Schwestern mit den Konstitutionen Ihr seid gesandt und mit der Profess ganz dem Dienst des Herrn verschrieben. „Um Ihre Sendung in unserer Zeit wirksamer erfüllen zu können,“ so der Prediger, „bündeln Sie Ihre Kräfte durch die Eingliederung der beiden Provinzen. Damit vertiefen Sie Ihre Einheit, die Theresia Gerhardinger so sehr am Herzen lag.“ Er verwies auf den wunderbaren, vielfältigen Reichtum, der sich aus den Gaben jeder Schwester ergibt und in dem eine große Fruchtbarkeit angelegt ist. „Wichtig ist nur, dass Sie sich mit all Ihren Charismen in die gemeinsame Sendung einbringen und Ihr Tun mit Ihrer Liebe beseelen.“



Die Fürbitten waren mit dem Gabengang verbunden. Jeweils eine Schwester aus der
bisherigen Bayerischen Provinz und aus den Filialgemeinschaften Berlin, Westfalen und Rumänien sowie eine Kandidatin und eine Vertreterin der Weggemeinschaft brachten die Gaben für das Eucharistische Mahl:

eine leere Schale
einen Wasserkrug
Brot
Wein
das Altarkreuz
eine Kerze.

 


Beim Sanctus tanzten Schülerinnen des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger sehr würdevoll auf den Stufen des Altarraumes und brachten in ihren Gesten Ehrfurcht und Freude zum Ausdruck.


Mit dem Gebet am Grab von Mutter Theresia endete der Gottesdienst;
Sr. Rosemary und Sr. Johanna
sprachen abschließend den Segen,
den bereits Mutter Theresia über ihre Schwestern gebetet hatte.

Die gekonnte musikalische Umrahmung – im Wechsel von Orgel und Schwesternband – unterstrich den Festcharakter dieser Eucharistiefeier und begeisterte die Gottesdienstbesucher.

Dankbar und beglückt über den bereichernden gemeinsamen Tag verabschiedeten sich die Schwestern und Gäste.

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