7. Mai 2011
München-Mutterhaus
Bei strahlendem Wetter kamen Schwestern aus ganz Bayern, aus Berlin und von der Brede und fühlten sich wie immer im Mutterhaus willkommen.
Unsere Schwesternband stimmte schwungvoll mit einem rhythmischen Lied in den Tag ein.
Nach einer herzlichen Begrüßung nannte Schwester M. Charlotte Oerthel als Hauptthema der Zusammenkunft die Vorbereitung auf das 23. Generalkapitel. Denn dies ist die Chance jeder Schwester, „für das Leben und die Sendung der Kongregation mitverantwortlich zu handeln“ (ISG, K 41).
Am Vormittag berichtete Schwester Charlotte zuerst über die Entstehung von IHR SEID GESANDT, dessen 25-jähriges Jubiläum wir heuer am 25. März feiern konnten.
Die ganze Kongregation beteiligte sich ab 1966 an der inhaltlichen Gestaltung unserer Ordensregel. Dieser Einblick in das langjährige Ringen bis zur einstimmigen Annahme wurde durch zahlreiche Fotos dokumentiert. Erinnerungen wurden wach bei den Bildern mit den am Prozess beteiligten verantwortlichen Schwestern.  
Als Kongregation stehen wir nun wieder vor der Aufgabe und der Chance, mit Hilfe von IHR SEID GESANDT das nächste Generalkapitel vorzubereiten, dessen Thema die Richtung für den Weg in die Zukunft weist:
„GERUFEN UND GESANDT,
IN EINER ZERRISSENEN WELT
EIN ZEUGNIS DER EINHEIT ZU GEBEN:“


In einem zweiten Teil am Vormittag erklärte Schwester Charlotte das Kapitelthema näher und erläuterte die drei Schwerpunkte:
das Leben in einer internationalen Kongregation,
die Sendung
und die Integration von Gebet, Gemeinschaftsleben und Apostolat.
Ihre Ausführungen darüber stimmten auf die Teilnahme am Kongregationsweiten Dialog ein. Zur Vorbereitung stellten sich die Schwestern in Gruppengesprächen die folgende Frage:
„In welchen konkreten Bereichen sehen wir unsere Kongregation in der jetzigen Situation gerufen und gesandt, um Einheit in der Kongregation, in der Kirche und in der Welt zu ringen?“
   
 
 
   
Die Gruppenleiterinnen, die Delegierten der Provinzversammlung, sammelten die durchwegs positiven Ergebnisse der lebhaften Dialoge: Sowohl Einstellungen zu Gemeinschaft, Kirche und Welt als auch das alltägliche Handeln kamen im Plenum zur Sprache und wurden auf Plakaten festgehalten.
 
   
Nach dieser aktiven Phase waren alle zu Mittagessen und Kaffee eingeladen.  Bei herrlichem Wetter wurde die „Pause“ auch für die Begegnung im Garten genutzt oder zum Nachlesen der Gruppenergebnisse in der Sporthalle.
   
   
   
Pünktlich um 14:00 Uhr begann das Nachmittagsprogramm. Schwester Charlotte gab einen Überblick über die Umstrukturierungen in der Kongregation und zeigte statistische Daten aus allen Provinzen. Damals wie heute ist Mutter Theresias Vertrauen wichtig: „Was die Zukunft bringen wird, liegt in Gottes Hand.“ 

Die Power-Point-Präsentation beinhaltete Fotos aller unserer Häuser mit den jeweiligen Schwestern und dem Schwerpunkt ihrer Arbeit. Auch die pädagogischen Einrichtungen selbst, die Kandidatur und die Weggemeinschaft wurden nicht vergessen. Die Vielfalt in unserer Bayerischen Provinz war da zu sehen. Zum Schluss „versammelte“ Schwester Justine in einem großen Mosaik Schwestern aller Altersstufen und Arbeitsbereiche.

Sie können auf das Bild klicken, um die Schwestern "genauer" anzuschauen. (evtl. lange Ladezeit)
Herzlich dankte Schwester Charlotte allen Schwestern: denen, die durch ihr Gebets- und Leidensapostolat alles Tun unterstützen, den Schwestern, die sich der Kranken widmen, und denen, die für die Gemeinschaft arbeiten, den Schwestern, die im Dienst an der Jugend stehen, und allen, die sich in irgendeiner Weise im Sinne unseres Auftrags engagieren – allen ein herzliches Vergelt’s Gott! 
Der Schwesterntag fand mit der Eucharistiefeier zum Thema: „Gerufen und gesandt“ in der St. Jakobskirche einen festlichen Abschluss. H. Pf. Hendriks zelebrierte den Gottesdienst, und die Schwesternband unter Leitung von Schwester Annemarie und Schwester Perpetua an der Orgel begleiteten die schwungvoll gesungenen Lieder.    
   
Im Bußakt wurde die Aufnahme in die Gemeinschaft Jesu Christi in der Taufe und die Berufung in die Kongregation der A. Schulschwestern v.U.L.Frau als Fundament der Sendung herausgestellt: Sie bedeutet, das Evangelium zu verkünden durch das Sein und das Tun, zur Versöhnung und Solidarität und zur Heilung der zerrissenen Welt durch rechte Beziehungen beizutragen.  
Die Lesung aus IHR SEID GESANDT (K 26) hob außerdem das weltweite Verantwortungsbewusstsein und das Teilen mit den Armen und Verachteten hervor.  
Im Evangelium (Joh 20, 11ff) ruft Jesus Maria von Magdala, um sie als Botin der Auferstehung zu seinen Jüngern zu senden.


Die Fürbitten drückten die Bereitschaft aus, wie Maria von Magdala die frohe Botschaft zu den Menschen zu tragen.
 
 
   
Spürbar waren Begeisterung und Dankbarkeit der Schwestern, „gerufen und gesandt“ zu sein.

Mit einem Gebet am Grab Mutter Theresias endete ein Tag der frohen gemeinschaftlichen Begegnung.