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| Schwesterntag der Armen Schulschwestern von
Unserer Lieben Frau am 2. Mai 2009 im Mutterhaus München Zum „Schwesterntag“ am 2. Mai lud Sr. Salome Strasser, die Provinzoberin der Bayerischen Provinz, die Schwestern und Kandidatinnen und die Mitglieder der Weggemeinschaft ein. Der dritte Schwerpunkt des Aufrufs zur Solidarität vom letzten Generalkapitel bestimmte das Thema: „Wandlung für die Welt – Unser Leben aus der Eucharistie“. Als Referent konnte Pater Dr. Stefan Oster, Salesianer Don Boscos aus Benediktbeuern, gewonnen werden. |
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| Einen schwungvollen Auftakt bot das Holzbläserensemble des
Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger unter der Leitung von Frau
Bärbel Mörtl mit dem Colonel Bogey-March. |
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| Sr. Salome begrüßte die rund 300 Gäste sehr herzlich und
drückte ihre Freude darüber aus, dass auch Vertretungen von den
Gemeinschaften in Berlin, Westfalen und Rumänien gekommen sind. |
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Sehr lebendig und verständlich brachte Pater Oster anspruchsvolle
philosophische Inhalte und fesselte damit sein Publikum. In seinem
ersten Teil ging er der Frage nach, was einen Menschen im positiven
Sinne verwandelt. Er stellte fest, dass wir schon im natürlichen Umfeld
Verwandlungen zum Positiven meist im Zusammenhang mit zwei Phänomenen
begegnen: Beziehungserfahrungen und Leiderfahrungen. Als Beispiele
führte er an: ein verliebter junger Mensch – er scheint plötzlich ganz
anders zu sein; ein Mensch, der nach einer schweren Krankheit ein neues
Leben beginnt, weil er jetzt erkannt hat, worum es in seinem Leben
wirklich geht. |
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| Wie wir mit Beziehungs- und Leiderfahrungen umgehen und
sie deuten, bestimmt mit, in welche Richtung wir uns wandeln und
verändern. Ein im natürlichen Sinn gereifter Mensch ist ein offener;
einer, der interessiert bleibt, der immer beziehungsfähiger wird. Das
Thema „Wandlung für die Welt“ besagt nicht, sich der Welt anzupassen,
sondern die Begegnung mit uns soll die Welt und die Menschen anregen,
sich selbst zu verändern. Wie das gelingen kann? Unser Glaube sagt uns:
Wir müssten dazu liebende Menschen sein, Menschen, die immer offener,
immer liebesfähiger, immer hörender, mittragender, mitleidender mit den
Menschen, immer solidarischer sind. Doch wenn wir ehrlich sind, merken
wir: wir sind allzu oft nicht liebesfähig, sondern allzumeist
ich-zentriert. Christus war der schlechthin Liebende, der, der nie aus
eigenem Interesse an uns gehandelt hat, sondern immer nur aus Liebe zu
uns und aus Liebe zum Vater. Wir ahnen: Je inniger wir uns mit IHM
verbinden, desto mehr lernen wir lieben wie Er. Dankenswerterweise hat uns Pater Oster seinen Vortrag (Teil 1 in Stichworten) zur Verfügung gestellt. |
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| Nach dem Musikstück The Second Waltz von Schostakowitsch erfolgte zügig die Aufteilung der 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 23 Gesprächsgruppen. Bei angeregten, tiefen Gesprächen über das Gehörte wie über eigene Erfahrungen, darüber, was einem Eucharistie bedeutet, verging die Zeit sehr schnell. | ||||
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| Mit dem Lied „Die Freude sucht sich ihren Weg“ eröffnete
die Schwesternband unter der Leitung von Sr. Annemarie Bernhard das
Plenum. Rückmeldungen aus den Gruppen waren durchwegs positiv. Anschließend lud Sr. Salome zum Mittagessen ein, das die Klosterküche bereitet hatte. |
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| In der Nachmittagseinheit referierte Pater Oster zum zweiten Teil des Themas „Unser Leben aus der Eucharistie“. Ausgehend von der allgemeinen Bedeutung einer Gabe, die mit dem Geber und dem Empfänger eng verbunden ist, sprach er über die Gabe, die wir in der Eucharistie empfangen: Christus selbst in der Gestalt des Brotes und Weines. | ||||
| Für uns Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, die wir alle den
Namen Maria tragen, waren seine Ausführungen über die enge Verbindung
von Maria und Eucharistie besonders interessant. Die rechte Feier der Eucharistie prägt unseren Alltag und führt zur Anbetung des Gottes, der uns bedingungslos, umsonst liebt. Die Anbetung verankert uns im Innersten in dem Umsonst, aus dem wir geschaffen und aus dem wir erlöst sind. Sie verankert uns in der Liebe. Vortrag 2. Teil |
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| Dem Dank an Pater Oster fügte Sr. Salome noch etwas „in eigener
Sache“ an. Da Ende Juli die Amtszeit des derzeitigen Provinzrats endet
und dieser Schwesterntag das letzte größere Treffen war, nutzte Sr.
Salome die Gelegenheit, zusammen mit ihren Rätinnen den Schwestern zu
danken: für ihre Unterstützung in den vergangenen acht Jahren, für ihr
Wirken und ihren selbstlosen Dienst, für ihr Beten und Mitsorgen.
Symbolisch mit einer Rose wünschte sie dem neuen Rat für die
bevorstehende Aufgabe Gottes Segen, Mut und Zuversicht. Im Namen der Schwestern ergriff Sr. Charlotte Oerthel das Wort und dem amtierenden Provinzrat ihren Dank aus: dass sie persönlich und als Gruppe ihre ganze Kraft und Zeit eingesetzt haben, jeder Schwester die wohlwollende Sorge um sie spüren ließen und in der Provinz vieles bewegt haben. Ein Blumenstrauß und stehender Applaus der Schwestern unterstrichen die Dankesworte. |
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| Zum Abschluss und als Höhepunkt des Tages wurde gefeiert, wovon vorher die Rede war – die Eucharistie. | ||||
Der Lesungstext (1 Kor 11,23-26) rief die Einsetzungsworte zur
Wandlung in Erinnerung.![]() |
1 Kor 11, 23-26 Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. |
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Ausgehend vom Evangelium (Joh 19,25-27) führte Pater Oster in seiner
Predigt die enge Verbindung von Maria und der
Eucharistie weiter aus.![]() |
Joh 19, 25-27 Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. |
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| Dank und Anliegen wurden in den Fürbitten vor Gott gebracht. | ||||
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| Die musikalische Gestaltung hatten die Organistin Sr.
Perpetua Gerl und die Flötenspielerinnen Sr. Annemarie Bernhard und Sr. Gabriele Lober. |
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| Bei der Meditation nach der Kommunion betrachteten alle eine Marien-Ikone. Der Leitgedanke war: Wie Maria Christus im Herzen tragen und heute zur Welt bringen, den Menschen Gottes Liebe sichtbar machen. | ![]() |
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| Mit einem Gebet am Grab der seligen Ordensgründerin Maria Theresia von Jesu Gerhardinger endete der Gottesdienst. | ![]() |
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| Selige Mutter Theresia, Du hast die Gemeinschaft Deiner Schwestern Unserer Lieben Frau anvertraut. Wir bitten Dich, hilf uns immer tiefer unsere Sendung verstehen, vor allem die Sendung zu den jungen Menschen, damit ihr Leben gelingt, aber auch unsere Sendung in die Solidarität mit allen Geschöpfen dieser Erde. Gehe uns voran und hilf uns, wie Maria und mit ihr unter dem Kreuz zu stehen und aus dem Geheimnis der Eucharistie unser Leben verwandeln zu lassen. Lehre uns, glaubwürdige Zeugen der Liebe Christi zu werden, als Einzelne und als Gemeinschaft in der Kirche. Wir bitten in besonderer Weise auch um Deine Fürsprache für alle unsere Schwestern, die Leid, Krankheit und die Last des Alters zu tragen haben; gib auch ihnen Kraft und Trost aus dem Geheimnis der Eucharistie. Wir denken schließlich an unsere verstorbenen Schwestern: bitte den Herrn, dass er sie aufnehmen möge in sein Reich der Liebe. Um all das bitten wir Dich auf Deine Fürsprache und auf die Fürsprache der Mutter Gottes durch Christus unseren Herrn. |
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| Dankbar für die Erfahrungen des Tages und gestärkt für ihren Alltag traten die Schwestern und die Mitglieder der Weggemeinschaft ihre Heimreise an. | ||||