am 15. August 2010
St. Jakob am Anger, München
  Die Kirche St. Jakob war festlich und sommerlich heiter geschmückt, als am 15. August Verwandte und Bekannte sowie viele Schwestern zur Feier der Erstprofess von Schwester Renáta Miklós, Schwester Rita Stapp (Bayerische Provinz) und Schwester Urška Lever (Slowenische Provinz) kamen.

Der Tag stand unter dem Thema: „In Jesus ist unsere Hoffnung, aus seiner Liebe entspringt unsere Treue.“  
  Schwester Perpetua Gerl begleitete an der Orgel die Liturgie, festliche, mehrstimmige Sätze wurden vom Chor unter Leitung von Schwester Annemarie Bernhard gesungen.


Nach dem Eingangslied über die vertrauensvolle Nachfolge führte der Hausgeistliche H. Pfarrer Duswald mit einer Begrüßung und einer kurzen Erklärung des Festtags in die Feier ein.  
   
Die Lesung aus dem 1. Johannesbrief (1 Joh 4,9-12) – vorgetragen in slowenischer und in ungarischer Sprache –  beinhaltete die zuvorkommende Liebe Gottes und unsere Antwort darauf. Das Magnificat (Lk 1, 39-56) war als Evangeliumstext gewählt. 
  Die Predigt von H. Pfarrer Rupert Ebbers widmete sich dem Thema „Gott ist die Liebe“. Er knüpfte dabei an den Inhalt der Exerzitien, „Dreifaltige Liebe“, und an die Lesung an. Dass Gott uns zuerst geliebt hat, kann unser ganzes geistliches Leben prägen und Kraft für den Dienst am Menschen geben.
Wenn die Professinnen nun wieder ihren Beruf ausüben, wird von ihnen erwartet, dass sie ihn aus Liebe tun. Doch sie müssen nicht perfekt sein, nur sich immer wieder auf den Weg machen und in der Liebe wachsen.
Auf diese Weise können sie für sich und andere eine Brücke sein in die unüberbietbare Dreifaltige Liebe hinein. Maria ist uns in allem ein Vorbild, und sie ist uns ins ewige Leben vorausgegangen. 
  Die eigentliche Feier der Profess wurde nun eingeleitet mit der Bitte der Novizinnen um Zulassung zu den Gelübden. Mit dem Hymnus zum Heiligen Geist erbat die ganze Gemeinde den göttlichen Beistand für diese Lebenshingabe.
 
  Der Zelebrant fragte die Novizinnen dann, ob sie bereit sind, um des Himmelreiches willen in gottgeweihter Ehelosigkeit, evangelischer Armut und apostolischem Gehorsam Christus nachzufolgen, ob sie in der Gemeinschaft der A. Schulschwestern v.U.L.Frau und nach deren Konstitution leben und diesem Versprechen treu sein wollen. Sie antworteten gemeinsam: „Ich bin bereit“. 
Der Priester überreichte den Novizinnen die Professkerzen, die an der Osterkerze entzündet wurden. Als Zeichen ihres Vertrauens sangen die Novizinnen den Psalmvers: „Nach deiner Verheißung halte mich, und ich lebe. Lass mein Vertrauen nicht zuschanden werden.“ Darauf sprachen sie einzeln die Professformel, die von der jeweiligen Provinzoberin, Schwester Charlotte Oerthel und Schwester Darija Krhin, entgegengenommen wurde. Die Neuprofessinnen unterschrieben am Altar die Professurkunde und erhielten von ihrer Provinzoberin den Friedensgruß, die Konstitution und ein Kreuz.
  Nach den Fürbitten führte der Gesang zur Gabenbereitung, eine Vertonung des Psalms 45, das Thema Hingabe weiter: „Ich weih mein Herz dem König“.
   Symbolisch wurde das verdeutlicht, als die Neuprofessinnen die Gaben zum Altar brachten.

Den Friedensgruß spendete der Zelebrant als Erstes den Neuprofessinnen, diese gaben ihn an die Gemeinde weiter.  
Die Neuprofessinnen empfingen die heilige Kommunion unter beiden Gestalten. Dazu sang der Chor ein Gebet zu Christus, der das Ziel der Sehnsucht ist und die Kraft für die Nachfolge schenkt. 
 
Der feierliche Auszug wurde vom mehrstimmigen Te Deum begleitet.
 
Im Vestibül konnten die Neuprofessinnen die Glückwünsche der Verwandten und Bekannten entgegennehmen.
  Die frohe Stimmung setzte sich beim Mittagessen am festlich geschmückten Tisch fort.
  Die Gruppe der Junioratsschwestern und Kandidatinnen sangen ein Ständchen in den Sprachen der Neuprofessinnen – deutsch, ungarisch und slowenisch.
  Auch der Nachmittag war dem gemütlichen Austausch mit Angehörigen und Bekannten gewidmet.   

Vesper
  Bei der Vesper um 17 Uhr, an der wieder viele Schwestern aus nah und fern teilnahmen, standen der Dank und der Lobpreis Gottes, wie ihn Maria im Magnifikat singt, im Mittelpunkt.

Die Band aus Schwestern und Kandidatinnen riss mit jugendlichen Rhythmen und einprägsamen Melodien bei den Psalminterpretationen zum Thema Nachfolge und Lob Gottes mit. 

Die Vesper schloss mit einem Gang zum Grab von Mutter Theresia, wo die Neuprofessinnen in ihre Gemeinschaften gesandt wurden, um dort ihre apostolische Tätigkeit in Schule oder Kindergarten zu übernehmen.
 
     
  Die versammelte Gemeinde sang ein Segenslied über die Neuprofessinnen.

Im Vestibül verabschiedeten sie sich von den Verwandten und Gästen und schlossen sich dem Mutterhauskonvent an, der den Tag in einem gemütlichen Abendessen ausklingen ließ.

   
     
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