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Auf vielfältige und kreative Weise befassten wir uns in den
verschiedenen Workshopgruppen während des Tages mit
unterschiedlichen Bibelstellen, um deren Kernbotschaft für unser
Leben und unseren Alltag herauszufinden. Im Workshop selber fand
dann jede ein aktives Betätigungsfeld, ob kreativ-gestaltend,
schauspielernd oder in Auseinandersetzung mit sozial-kritischen
Themen unserer Gesellschaft. |
aus Interviews mit den Teilnehmerinnen
Drahtkugel: Bei uns war schon die Vorstellrunde spannend, als
wir unsere Namen mit Gesten und Bewegungen verbinden sollten. Der
ganze workshop war voll cool, man konnte seiner Kreativität freien
Lauf lassen.
Bei unserer Bibelarbeit beschäftigten wir uns mit der Heilung des
Gelähmten. Wir malten zuerst unser Lebensmuster auf einen Kreisel
und erlebten dann mit gefesselten Füßen, wie es ist, wenn man sich
nicht mehr frei bewegen kann. Da kriegt man gleich einen ganz
anderen Bezug zu so einer Bibelstelle.
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Auf den Spuren Mutter Theresias : Bei uns war‘s
total interessant, die verschiedenen Plätze hier in München zu
sehen, die mit Mutter Theresia zu tun haben. Da wurde auf Schritt
und Tritt deutlich, was für eine mutige Frau sie war, die nie
aufgegeben hat. Wir waren an staatlichen und kirchlichen Plätzen, in
der Residenz und im Dom und anderen Kirchen, zu denen sie Bezug
hatte. Wir beendeten unseren Rundgang am Grab Mutter Theresias und
fanden es schön, dass wir ihr hier so nah sein können.
Vorher beschäftigten wir uns mit der Bibelstelle der Maria von
Magdala, wir versuchten ihrer Situation und ihren Eigenschaften
nachzuspüren. Dann hatte jede Zeit den wichtigsten Vers dieser
Erzählung zu malen … |
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Nagel-Klanglabyrinth: Bei uns ging‘s sehr laut zu, als
alle hämmerten; erstaunlicherweise merkten wir plötzlich, dass wir
einen gemeinsamen Takt gefunden hatten. Bevor das Nageln losging,
malte jede ein Motiv auf Ihr Nagelbrett.
Wir haben uns bei der Schriftstelle vom Gelähmten in ihn hinein
versetzt, was er wohl nach der Heilung als SMS an seine Eltern
geschrieben hätte. Es war gar nicht so einfach, das, was ihn wohl
nach der heilenden Begegnung mit Jesus bewegte, so knapp zusammenzufassen. |
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Kloster intern:
Für mich war es besonders interessant, als die beiden Schwestern
erzählten, wie sie darauf gekommen sind, ins Kloster zu gehen. So
was hab ich mir vorher nicht vorstellen können. Wir wissen jetzt
auch ziemlich Bescheid über die verschiedenen Stufen so eines
Eintritts, wenn man zuerst Kandidatin ist und einfach mitlebt und
dann in einem strengeren Noviziatsjahr ernst überlegt, ob das was
für einen ist. Toll war, dass unsere Fragen rund ums Kloster alle
sofort beantwortet wurden.
Wir haben auch bei verschiedenen Aufgaben, die es im Kloster gibt,
ein wenig mitgeholfen,
z.B. in der Sakristei und Brötchen für die Obdachlosen gebacken.
Außerdem durften wir das Schlafzimmer einer Schwester sehen. Ein
roter Faden war durchs Haus gespannt und zeigte uns immer, wo es zur
nächsten Station weitergeht.
Eine Aufgabe war auch gar nicht so leicht: wir haben gemeinsam als
Gruppe einen vollen Wassertopf nur mit Schnüren getragen. Da muss
man ganz schön aufeinander achten, wenn das klappen soll – wir haben
es geschafft. |
Lebensspirale: Bei uns ging's ziemlich
musikalisch zu, wir haben viel gesungen. Die Art und Weise, wie wir
uns vorstellten, war ganz anders als sonst oft üblich: Wir bekamen Kuverts mit den Namen der Gruppenteilnehmerinnen als Wortpuzzle und
haben dann zu jedem Namen gesammelt, was wir damit verbinden.
Zuletzt durfte die Namensträgerin selber sagen, wie es ihr mit ihrem
Namen geht.
Bei unserer Bibelarbeit zu Maria von Magdala war ich überrascht,
dass für viele von uns derselbe Vers wichtig war, nämlich, als Maria
Jesus daran erkannte, dass er sie beim Namen rief. |
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Führung zu sozialen Brennpunkten: Wir
waren in einem Wohnheim für Obdachlose bei den Franziskanern. Das
ist eine ganz andere Welt – da erfährt man, wie auch Menschen, die
vorher gute Arbeit hatten, schnell in die Armut abrutschen können.
Wir kennen nun auch den Unterschied zwischen Wohnungslosen und
Obdachlosen und erfuhren viel darüber, was Klöster und auch die
Stadt München für diese Menschen tut. Dann besuchten wir noch
ABBA, das steht für „Arbeit für Behinderte, Benachteiligte,
Arbeitslose“.
Die Salesianer Don Boscos am Wolfgangsplatz bieten dort
Arbeitsplätze in einem Latzhosenladen, einer Zweitbuchhandlung und
auch für Aufgaben wie Entrümpelungen, Garten- und Landschaftsbau. Wer
dort seine alten Bücher abgibt, tut auch noch ein gutes Werk und
unterstützt beeinträchtigte Menschen, die sonst keine Arbeit hätten.
Wir sind schon am Vormittag losgezogen und haben uns dann
nachmittags mit der Bibelstelle vom reichen Jüngling auseinandergesetzt. Da wurde ganz schön deutlich, dass dieser
junge Mann von Jesus aufgefordert wurde, den Armen zu helfen. Das
hat wirklich auch mit Verzicht und Teilen zu tun. |
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Missionarin auf Zeit: Mich haben die
Erzählungen der beiden über ihre Aufenthalte in Gambia und Peru sehr
beeindruckt und ich habe gemerkt, dass ich mir das evtl. auch mal
vorstellen könnte, so ein Jahr ins Ausland zu gehen. Die haben das
wirklich gut gemacht und hatten ausdrucksstarke Bilder dabei. Schön
war auch, dass wir eine Kerze gestalten durften. Wir haben uns mit
einer Stelle aus dem Korintherbrief beschäftigt, in der es stark um
Ausgleich und Solidarität geht, und haben uns in einem
Schreibgespräch Gedanken gemacht, wie das in unserm Alltag aussehen
könnte. Das gab ganz interessante (schriftliche) Diskussionen.
Unser Kennenlernspiel war mir auch neu: Wir mussten alle auf Stühlen
stehen und uns dann – ohne den Boden zu berühren – alphabetisch nach
Namen sortieren. Da spürt man, wie man aufeinander angewiesen ist,
und erfährt, dass jeder Halt geben kann und Halt durch andere
braucht. War ein toller Workshop – danke! |
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Theater: "Der Theaterworkshop hat uns viel Spaß
gemacht, obwohl wir sogar Überstunden machen mussten! Aber wir
durften uns selbst eine Geschichte ausdenken und aufführen - und der
"Angerkrimi" war dann superspannend und kam total gut an!"
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