Das gemeinsame Morgenlob am Samstag lehrte uns
staunen über die Weiten des Makrokosmos und die Tiefen des
Mikrokosmos. Was ist faszinierender? Die Unendlichkeit des Kosmos
oder das Wunder des Zellkerns? Grund genug, Gott zu loben und zu
preisen für seine Kreativität und die Vielfalt des Lebens, die er
schuf.
So eingestimmt in den Tag, ließen sich alle
Teilnehmerinnen im interaktiven Themenspiel auf die Reise nach
Mintawa ein, einem fiktiven Land mit verschiedenen Großfamilien,
einer eigenen Währung, schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Dazu
kamen unerwartete Ereignisse, welche die Familien immer wieder neu
zu Entscheidungen herausforderten. So stellte sich die Frage, ob das
knappe Geld für den Kauf von Nahrungsmitteln, für den Schulbesuch
der Kinder, die Mitgift einer heiratsfähigen Tochter oder die
Reparatur des Wellblechdaches verwendet werden sollte usw. Sehr
spürbar wurde die Härte und Willkür mancher Handelspartner, aber
auch wie segensreich Entwicklungshilfe sein kann.
(Für das Fotoalbum muss der neueste Flashplayer installiert sein.
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Weitergeführt wurde die Thematik in
kleineren workshop-Gruppen, in welchen die biblische Botschaft von
der Kostbarkeit der Schöpfung und unserer Verantwortung gegenüber
allen Geschöpfen, v.a. den bedürftigen Menschen gegenüber vertieft
und mit verschiedenen Methoden und Techniken kreativ zum Ausdruck
gebracht wurden.
Unser Gast aus Rom, Sr. Roxanne,
berichtete in einer powerpoint-Präsentation und einigen Kurzvideos
eindrucksvoll über Ursachen und Auswirkungen von Armut, über
Zusammenhänge von bewaffneten Konflikten und Bodenschätzen,
Menschenhandel und Bildungsnotstand in vielen Ländern.
Eindringlich forderte sie zum Handeln auf:
• bildet euch weiter
• gebt Zeugnis von Gott, der alles schuf
• lebt solidarisch
• unterstützt Aktionen, welche diese Themen in unserm Bewusstsein
wachhalten und konkrete Projekte
• vermeidet jegliche Gewalt und fördert den Frieden
• achtet die kostbaren Ressourcen und setzt euch für die Bewahrung
der Schöpfung ein
„Wir haben genug Zeit – um jetzt zu beginnen!“
Dieser erlebnisreiche Tag war so gefüllt mit Erfahrungen und
Eindrücken, dass es gut tat, in der nächtlichen Anbetung all diese
Anliegen vor Gott zu bringen.
Die traditionelle Nacht der Lichter regte an, mit den
4 Elementen
Gott zu preisen, der uns mit Feuer, Wasser, Luft und Erde alle
Grundlagen des Lebens schenkte.
Zum Abschluss des Tages gab es noch die Mitternachtssuppe.