"Füllt die Krüge mit Wasser“ Joh 2,7

war das Thema der Oasentage,
die vom 6. bis 8. November im Angerkloster der Armen Schulschwestern in München stattfanden
Zunächst stimmten wir uns auf das Thema ein und schrieben auf Krüge, was momentan unsern Alltag und unser Leben erfüllt.
In der Auseinandersetzung mit der Schriftstelle von der Hochzeit zu Kana aus dem Johannesevangelium wurde deutlich, dass Jesus Leben und Freude in Fülle für uns bereit hält, doch es kommt auf jeden von uns an, ob wir der Weisung Mariens „Was ER euch sagt, das tut!“ Folge leisten. Was wäre wohl aus dem Fest geworden, wenn die Diener diese Anweisung ignoriert hätten …?
Wie sympathisch ist es auch, den menschgewordenen Gott, seine Mutter und seine Jünger dort zu finden, wo Menschen das Leben feiern!
Seine Mutter wird in dieser Erzählung sehr aufmerksam und achtsam beschrieben, sie nimmt wahr, dass der Wein ausgeht. Sie fühlt mit und ergreift Initiative, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Voll Vertrauen sagt sie Jesus, was sie wahrgenommen hat: Sie haben keinen Wein mehr. Trotz seiner befremdlichen Reaktion zieht sie sich nicht zurück, sondern ermutigt die Diener, alles zu tun, was ER sagt. Denn: Unser Gott ist ein Gott, der will, dass uns die Freude nicht ausgeht.
 
Beim kreativen Tun fertigten wir ein Bild mit Krügen in der „Spritztechnik“ an. So fand das bisher Gehörte seinen sichtbaren Ausdruck.

Nach der Vesper mit den Schwestern der Mutterhausgemeinschaft und dem Abendessen feierte Herr Pfarrer Günther Ferg in der Krypta mit uns einen Gruppengottesdienst. Anschließend trafen wir uns zum gemütlichen Beisammensein im Tagungsraum, bei dem wir über „Gott und die Welt“ sprachen.

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Der Sonntag war „Maria“, der Mutter Jesu gewidmet. Wir tauschten uns darüber aus, welche Bedeutung Maria für unser Leben haben kann. In der anschließenden Stille spürten wir Bibelstellen nach, in denen Maria in der Hl. Schrift eine Rolle spielt. Sie kann Frauen von heute Vorbild sein in den verschiedensten Lebenssituationen

• Ja sagen zum Willen Gottes (Lk 1,26)
• Sich aufmachen, um zu helfen (Lk 1,39)
• Christus „zur Welt bringen“ (Lk 2,5
• Ja sagen, auch zum Schmerz (Lk 2,21)
• Christus vor den Verfolgern beschützen (Mt 2,14)
• Wenn wir Jesus verloren haben (Lk 2,41)
• Mit Jesus leben
• Dabeisein, wenn Jesus am Wirken ist (Joh 2,1)
• Treue bis unters Kreuz (Joh 19,25)
• Einmütig inmitten der Kirche sein (Apg 1,14)


In einer Eucharistischen Anbetung, die den Abschluss der Tage bildete, gingen wir noch einmal „zur Quelle unseres Lebens“ und holten uns die Kraft, die jede für ihren Alltag braucht.
Den Schwestern des Mutterhauses sagen wir ein herzliches Vergelt`s Gott für die große Gastfreundschaft. Bereichert und mit neuer Kraft und Freude im Herzen machten wir uns auf die Heimreise.