Annehmen was war

In meinem Leben
ist viel Dunkel
lass mich in der Nacht
die Sterne sehen

in meinem Leben
ist viel Mangel
lass mich im Wenigen
die Fülle finden

in meinem Leben
ist viel Hunger
lass mich die Sehnsucht
als Kraft erkennen

in meinem Leben
gibt es viele Verletzungen
lass die Narben
von der Hoffnung erzählen

und es gibt
Träume
Wünsche
Erwartungen

und
Sehnsucht
Kraft
und Mut

von dir geschaffen
ist mein Dunkel
ist mein Traum
ist meine Zuversicht

bei
dir
ist all das
aufgehoben

was geschah
und nicht geschah
was ich bin
und nicht bin

nimm du
mich an
damit ich mich
annehmen kann

 

Aus: Anselm Grün / Andrea Schwarz,
Und alles lassen, weil Er mich nicht lässt. © Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2009

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