Unterwegs – als Pilger
Festgottesdienst zu Ehren der seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger
am 9. November 2004

 


Das Pilgersiegel schmückte den Altar
Im November, dem Monat der Seligsprechung, wird der Gedenkgottesdienst zu Ehren von Maria Theresia von Jesu Gerhardinger besonders feierlich begangen. Da sich das Grab der Seligen in der Kirche St. Jakob am Anger befindet, in der auch Jakobuspilger nach Santiago de Compostela ausgesandt werden, bot sich im Hl. Jakobusjahr 2004 ein „Pilgerthema“ an.
Unterwegs – als Pilger

 

 

Ein „Jakobuspilger“ zog mit den Priestern ein. Zu Beginn wurde die „Ausstattung“ des Pilgers erklärt – Mantel und Hut, Pilgerstab, Tasche und Muschel. Die Übertragung auf unser Leben machte deutlich, dass wir alle ein Leben lang unterwegs sind als Pilger zu unserer Heimat bei Gott, dass wir Lasten zu tragen haben, dass Gott uns führt und wir bei ihm Halt und Stütze finden, dass unser Durst nach Leben an den Quellen Gottes gestillt wird, dass uns die Liebe Gottes wie ein Mantel umschließt.
In seiner Predigt ging Herr Duswald, der Hausgeistliche der Mutterhausgemeinschaft, vom Apostel Paulus aus, der im Philipperbrief (Phil 3,10-14.20-21) schreibt: „Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus geschenkt hat.“ Wenn wir das Ziel, den „Siegespreis“ erreichen wollen, müssen wir mit Jesus gehen, ihm nachfolgen. Das bedeutet für unser Leben, wie Er zu den Menschen zu gehen, vor allem zu denen, die am Rande stehen, und dabei erleben zu dürfen, dass Jesu Botschaft erlösend und befreiend wirkt. Wir sollen uns wie Er Kraft holen aus dem Gebet, dem innigen Kontakt zum Vater. Erfahren wird dabei auch, dass der Weg zum Leben durch Leiden, durch Krankheit und Sterben hindurchführen kann.
Im Leben von Mutter Theresia entdecken wir viel, worauf es Jesus angekommen ist. Sie ließ sich von Jesus mitnehmen auf seinem Weg und aussenden auf den Weg einer Jüngerin. Dazu sind auch wir eingeladen.

Zu den Fürbitten trat der „Jakobuspilger“ wieder auf. An zwei Mädchen übergab er die einzelnen Symbole seiner typischen Pilgerausstattung, während dazu jeweils die Fürbitte gesprochen wurde. Auf den Altarstufen legten die Mädchen die Symbole auf den mit Tüchern angedeuteten Weg.

Fürbitten und Fotos

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch die Schwesternband unter der Leitung von Schwester Annemarie Bernhard und der Organistin des Mutterhauses, Schwester Perpetua Gerl.

Die zum Gedenken Mutter Theresias am 9. November übliche und beeindruckende Lichterprozession im Garten des Angerklosters konnte wegen schlechter Witterung nicht stattfinden. Die Gottesdienstbesucher versammelten sich mit brennenden Kerzen am Grab der seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger; nach einem Gebet sang der Schwesternchor den Segen Mutter Theresias.

Die anschließende Begegnung in den Räumen des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger gehörte als gute Tradition dazu.
.