HALLO
Nach dem anfänglichen Schock über meine Orientierungslosigkeit (Wie fahre ich Bus? Wo kann ich einkaufen ohne Angst zu haben, beklaut zu werden?), den Müll in den Strassen, die Macho-Kultur der Männer, die alten Busse und besonders die vielen Traurigen Bilder von Armut hier, habe ich mich mittlerweile etwas eingelebt. Ich weiß nun, wie ich mit dem Bus zu bestimmten Orten komme, finde mich in der Stadt (Straßenbeschilderung gibt es eigentlich nicht) anhand einiger Geschäfte zurecht und habe auch einen Supermarkt ausfindig gemacht, indem man ganz ’normal’ (ohne handeln) einkaufen kann, allerdings ist der von Security im Tarnanzug und mit Schlagstock und teilweise großer Schusswaffe (ich kenn mich nicht aus, aber es sieht mir wie ein Maschinengewähr aus) ausgestattet.



Die Schwestern haben hier unterschiedliche Projekte.

Es gibt das Projekt ‚vaso de leche’ (Glas Milch), in einem armen Stadtviertel. Dort kommen die Kinder morgens hin und bekommen ein Glas Milch. Einmal die Woche gibt es auch eine warme Mahlzeit. Dann kommen besonders viele Kinder. Leider ist am Monatsende manchmal kein Geld mehr da und so fand das Projekt in der letzten Augustwoche nicht statt.

Der Anblick der Hunde dort ist schon sehr bezeichnend; die Rippen stechen einem sofort ins Auge. In den hügeligen Sand-Stein-Wegen fließen Rinnsale (Ich möchte gar nicht wissen, was sich alles in diesem Wasser tummelt) und hier und da kann man ein Huhn auf der Suche nach ein wenig Futter beobachten.



Des weiteren gibt es ein Heim für Unterernährte Kinder von ca. 1 bis 3 Jahren. 27 Kinder in Stoffwindeln tummeln sich dann Nachmittags in einem überdimensionalen Laufstall. Das ist wirklich ein nettes Bild, wie sie etwas wackelig auf ihren dünnen Beinen umherlaufen. Auch während der Mahlzeiten kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Einige, die selbständig essen, haben danach das ganze Gesicht und den Oberkörper voll und werfen einiges mehr auf den Boden oder auf das Stühlchen des Nachbarn und wenn sie dann fertig sind, klauen sie ein Stückchen Tortilla vom Nachbarn... Auch wenn das im ersten Moment recht ‚süß’ ist, möchte ich manchmal weinen. Die Kinder sind dort, weil sie entweder keine Eltern mehr haben oder weil die Eltern sie nicht richtig ernähren. Alle haben sehr aufgeblähte Bäuche und einige kommen z.B. mit hässlichen Ekzemen im Genitalbereich. Ein Junge hat so dünne Ärmchen wie mein Daumen, hat glasige Augen, die meist ins Leere starren und ist so schwach, dass er seinen Kopf gar nicht alleine aus einer nach hinten geneigten Position wieder nach oben heben kann. Traurig ist auch, dass die Kinder keinen haben, der mit ihnen redet, ihnen Dinge zeigt oder ihnen vorsingt. Die zwei Angestellten pro Schicht beschäftigen sich wenig mit den Kindern.

Freiwillige werden angehalten, sich nicht zu lange mit einem Kind zu beschäftigen, da es sonst schreit, wenn man geht. Die Kinder sind so hungrig nach Streicheleinheiten, dass sie Strategien entwickeln, diese auch zu bekommen. So stellen sich die älteren z.B. so an, als könnten sie nicht laufen, nur um ein Paar Meter von jemandem auf einem Arm getragen zu werden. Einige Mütter (Ich habe sogar einen Vater gesehen.) kommen einmal die Woche und verbringen Zeit mit ihren Kindern. Und da hört man so einiges. Eine 18jährige hat z.B. schon drei Kinder!

Die hygienische Situation dort ist für mich etwas ungewohnt. Wenn mal was neben die Stoffwindel geht, wird es mit einem trockenen Lappen dürftig aufgewischt und dann einmal mit einem Spray desinfiziert. Manchmal laufen einige Kinder aber vorher schon dadurch... Auch wenn es nach dem Essen für alle aufs Töpfchen geht, gibt es keine heißen Waschmaschinen wie im Krankenhaus, die die Säuberung für einen keimtötend erledigen. Die Töpfchen werden unter kaltem Wasser einmal ausgespült.



Weiter gibt es einen Ort in einem ebenfalls sehr armen Viertel, indem Kinder bei ihren Hausaufgaben betreut werden. Die Kinder können sich die Bücher nicht leisten und so kommen sie dorthin, um die Bücher einzusehen. Ein Mädchen kommt manchmal dorthin, um etwas Lesen und Schreiben zu lernen. Ihre Eltern erlauben ihr nicht, in die Schule zu gehen. Stattdessen muss sie Obst verkaufen. Allein zu ihr nach hause zu gehen, um ihr etwas beizubringen, ist auch problematisch. In diesem Viertel sind Gangs, Drogen und Alkohol sehr weit verbreitet. So kann es gefährlich sein, ein Kind nach hause zu begleiten. Möglicherweise werden Marisol (eine Postulantin, d.h. eine die Schwester werden möchte) und ich zusammen zum Haus dieser Familie gehen und die Lage dort bewerten.

Das gehört auch zur Arbeit in diesem Projekt: Familien besuchen. Marisol macht das einmal pro Woche. Es hilft die Probleme der Kinder in der Schule zu verstehen, wenn man die Lage zuhause kennt. Einige kommen mittags hungrig nach hause und es gibt kein Essen. Andere werden geschlagen, müssen viel mitarbeiten etc. Marisol versucht sich zunächst mit den Familien ‚anzufreunden’, um dann später Dinge, wie die Hygiene oder oben genanntes, anzusprechen. Ich werde sie bald auch mal auf diesen Besuchen begleiten.



Die Schwestern arbeiten auch mit Frauen. Sie haben einige Häuser, die sie an Frauen (meistens ist der Mann/ die Männer weg) für einen symbolischen Preis ‚vermieten’. Sonst leben diese Frauen mit ihren oft 5 bis 6 Kindern in Papphütten. Des Weiteren haben sie eine Gruppe von Frauen, die sich einmal die Woche trifft und Hilfe zur Selbsthilfe bietet: Wo kann ich mich melden, wenn ich in meinen Rechten verletzt werde? Im November wird eine zweite Gruppe eröffnet. Da werde ich dann vielleicht aktiv mitarbeiten. Bisher gucke ich bei den Treffen nur zu.



Momentan verbringe ich viel Zeit in ‚Copprome’, einem Kinderheim für Kinder von 3 bis ca. 20 (wenn sie ihre Schulausbildung beendet haben) in schwierigen Lagen, einige haben noch Eltern, andere sind Waisen. Fast alle dort wurden misshandelt. Marvin, ein 9 jähriger Junge, hat mir gestern erzählt, dass er ein Jahr Schule verloren hat, als seine Mutter ihn aus der Schule nahm, damit er auf seine jüngere Schwester aufpasse. Die, die noch Eltern haben verbringen Weihnachten bei ihnen. Sie sollen aber nur eine Woche bei ihrer Familie bleiben, denn sie kommen schon nach dieser kurzen Zeit teilweise mangelernährt, mit Pilzerkrankungen zwischen den Zehen und mit respektlosem Verhalten zurück. Die Arztkosten in Copprome sind im Januar bei weitem die höchsten im ganzen Jahr.

Ich kümmere mich morgens um 6 Kinder. Ivan ist 3 und Maria 4, sodass sie noch nicht in den ‚Kinder’ (Das deutsche Wort wurde zwar übernommen, bedeutet aber etwas anderes. Der ‚Kinder’ wird ein Jahr vor der Schule besucht. Die Kinder machen schon Aufgaben, aber trainieren meist nur ihre Feinmotorik. Die meisten malen die Buchstaben nämlich nur ab und lernen noch nicht zu lesen. Das hängt halt vom Engagement der Maestras ab.) gehen. Louis (3), Juan, Alechandro und Gerson (11) sind neu. Ihre Mutter ist diese Woche an Aids gestorben. Die vier Jungs sind seit etwa zwei Wochen im Copprome. Ich habe Fotos von ihrer vorherigen ‚Wohnung’ gesehen und hatte Tränen in den Augen. Das war etwas Wellblech auf in die Erde gerammten Holzstäben. Es gab 2 Betten für die ganze Familie: die kranke Mutter und fünf Geschwister (Das jüngste Mädchen ist noch im Ernährungsheim.). Die Mutter konnte im letzten Stadium ihrer Krankheit gar nichts mehr machen. Sie wurde regelrecht zum Sterben nach Hause geschickt, ohne Schmerzmittel! Die Kinder haben nur dank der Nachbarn überlebt, die ihnen manchmal etwas essen gegeben haben. Sie haben sich zwar zum Glück nicht bei ihrer Mutter angesteckt, aber sie haben vor Hunger sogar Erde gegessen. Dank der Medikamente, die sie jetzt bekommen legen sich ihre aufgeblähten Bäuche etwas. Sie essen allerdings immer noch zwei- bis dreimal soviel wie alle anderen Kinder, haben ja auch viel nachzuholen. Die körperliche Situation wird nun langsam besser, aber was sie intellektuell nachzuholen haben, liegt noch stark im Argen. Sie haben nie eine Schule besucht und haben auch durch ihre Mutter keine intellektuelle Stimulation erhalten. Die schlechte Ernährungssituation wirkt sich zudem negativ auf die Entwicklung des Gehirns aus. Ich habe in den letzten Tagen etwas mit Gerson geübt. Doch meist rät er nur, welcher Buchstabe, dass wohl sein könnte. Manchmal bietet er mir sogar an, dass dieser Buchstabe doch eine ‚3’ sei. Auch weiß er nicht, dass man die Buchstaben, die zusammen ein Wort bilden hintereinander schreibt... Er hat wohl noch einen langen, mühsamen Weg vor sich.

Neben dieser Aufgabe muss ich die 6 irgendwie bei Laune halten. Das ist gar nicht so einfach. Die Gruppe ist so bunt gemischt. Viele Spiele kann ich hier nicht mit den Kindern machen, da das Material fehlt. (Wir haben z.B. einen Ball (für nachmittags über 40 Kinder) und eine stumpfe Zickzack Schere.) Es ist nicht so, dass das Material nie da gewesen wäre, aber die Kinder verlieren die Sachen oder tauschen sie gegen andere. Die meisten Spiele, die ich so kenne, kann man nicht mit so kleinen Kindern machen. Auch habe ich es noch nicht raus, alle beisammen zuhalten. Wenn die einen endlich bereit sind, mir zuzuhören, fangen Gerson und Alechandro an, sich zu schlagen... Was allen wirklich Spaß macht ist malen, sich zu Musik zu bewegen und mit mir zu singen. Ich kann bisher nur ‚De Colores’ auf spanisch und das auch teilweise leider etwas schief, aber das macht ihnen gar nichts. Auch nach dreimaligem Singen rufen sie weiterhin ‚Nochmal!’ und singen lautstark und noch viel schiefer als ich den Refrain mit. Gegen einen Konkurrenten komme ich jedoch überhaupt nicht an. Wer ihre Aufmerksamkeit wirklich fesselt ist der Fernseher. Das finde ich ganz schön traurig.

Nachmittags helfe ich dann bei den Hausaufgaben, suche mir einige, die ich dazu anhalte mit mir eine Geschichte zu lesen oder unterhalte mich einfach mit den älteren. Heute werde ich mal versuchen, mit allen ein „Chaosspiel“ zu machen.

Meine Betreuungsschwester hat mir gesagt, dass das schwerste, aber auch das wichtigste ist, einfach für die Kinder dazu sein. Denn das fehlt ihnen am meisten: Menschen, die sich mit ihnen beschäftigen und sich für sie interessieren. So schätzen sie es sogar, wenn ich ihnen wirklich schief „My heart will go on“ vorsinge. Auch hier fehlt den Kindern, wie im Ernährungsheim, jemand der sie auch man in den Arm nimmt. So wird man hier eigentlich immer mit einem Kind, das einem auf den Arm hüpft, begrüßt und hat auch beim Vorlesen meist Kinder auf seinem Schoss liegen.



Letzte Woche Sonntag haben wir (Ana Luisa, eine amerikanische Freiwillige, Schwester Reina, ich und 15 Kinder) mit zwei Autos (Hier ist es legal drei Kinder auf der Ladefläche der Autos zu transportieren. Wir haben uns an diese Regel gehalten, aber das fanden die Kinder doch recht unverständlich. Schließlich sieht man hier manchmal um die 10 Menschen auf der „paila“. Noch haarsträubender ist eine „paila“ voll mit Bananen und Melonen und obendrauf ein Junge, was hier auch zum alltäglichen Bild gehört.) eine Fahrt zu einem Landhaus, an einem Fluss gelegen, unternommen. Das ist das weiteste, das die meisten Kinder je gereist sind. Viele haben noch nie das eine Autostunde entfernte Meer gesehen. Am Landhaus haben wir uns im Fluss von den hier immer herrschenden 30°C, die durch die hohe Luftfeuchtigkeit wirklich erdrückend sind, abgekühlt. Badeanzüge hat hier keiner. Es wird einfach voll bekleidet untergetaucht. Wir haben auch gefischt. Das war allerdings wirklich eine erschreckende Erfahrung. Die Kinder hier sind daran gewöhnt, dass zu hause ein Huhn geköpft wird, sodass sie mit den Fischen wirklich anders umgingen, als ich es gewohnt bin. Sie haben sich amüsiert, wenn der vor Todesangst umher sprang und vor dem tödlichen Stich in den Nacken haben sie ihn lachend angesprochen: „Hallo Fisch. Guck mal, du wirst jetzt sterben!“ Die Eingeweide mit den bloßen Fingern raus zunehmen hielt hier auch keiner außer mir für etwas unangenehm.



Eine Sache – von vielen - , die ich hier wirklich genieße, sind die vielen Früchte. In Copprome sind gerade die Orangen und Mandarinen reif. Die Mangozeit ist leider vorbei, aber die großen Mangobäume verheißen eine leckere Zeit. Kokospalmen stehen hier überall rum und tragen fast reife Früchte, die Papayas sind riesig, die Wassermelonen geschmackvoll, die Ananas süß und überhaupt nicht sauer. Es gibt noch viel weiteres zu entdecken: kleine Bananen, die zuckersüß sind, Brotfrucht, die man frittiert, Maracujas, Nances (kleine gelbe Früchte, mit mehligem Fruchtfleisch), Kochbananen (die grünen im Geschmack etwas wie Kartoffeln, die bereits gelben, süßer und weicher), eine orange Frucht mit drei Lytchie-ähnlichen Samen und jeden Tag weitere kulinarische Überraschungen... Hier wird übrigens meist ohne Besteck gegessen. Es gibt z.B. dick-flüssiges Bohnenpürre und Würstchen in Tomatensauce und das wird dann auf Tortillas und mit viel Fingerhilfe in den Mund befördert.



El Progeso liegt im „Valle de Sula“ (im Sula-Tal) und von weitem sind die grünen Berge auch ein schöner Anblick, doch aus der Nähe sieht man, dass sie von Holzpiraterie geknechtet sind. Der ehemals dichte Wald ist vielerorts auf einige allein stehende Bäume ausgedünnt und an einigen Stellen haben manche Mais ausgesät. Mancherorts ist ein großer Fleck nackter Erde zu sehen: Resultat von Erosion. Der Staat hat Gesetze gegen den Raubbau an der Natur erlassen und theoretisch werden Laster mit Holz angehalten, das Holz konfisziert und Schulen zur Verfügung gestellt, um z.B. ihre Fenster zu erneuern. Zwei Schwestern und ich haben uns auf den Weg zu diesem Büro gemacht. Leider kehrten wir ohne Holz zurückt. Die Polizei, die das Holz einkassiert, ist selbst so korrupt und kriminell, dass sie das Holz gar nicht an dieses Büro abliefert, sondern selber weiterverkauft.



Bald ist hier Wahl. Wie überall wird mit flachen Versprechungen von „Arbeit und Sicherheit für alle“ geworben. Was ich hier aber besonders erschreckend finde ist, dass eine Partei FÜR die Einführung der Todesstrafe ist. Angeblich würden durch den Tod eines Mörders die Leben vieler gerettet. Das verheißt zumindest eine lange Werbesequenz, die hier zwischen Waschmittel- und Margarine-Werbung geschaltet wird. Vielleicht ist das (das ist allerdings allein meine persönliche Vermutung) ein weiterer Versuch sich stärker an die USA anzunähern. Die USA sind hier sehr im Trend. Kleidungsläden werben mit „ropa (Kleidung) americana“ und die Prozedur am Flughafen ist genau die gleiche wie in den USA. Während in Europa über die Erhebung von biometrischen Daten diskutiert wird, hat Honduras das schon eingeführt. So musste ich hier - genau wie in den USA - meinen digitalen Fingerabdruck und ein digitales Foto von mir speichern lassen. Honduras, das ärmste Land Mittelamerikas, könnte ja von Terrorismus heimgesucht werden!?



Ich habe einen enormen Respekt für die Menschen hier. Sie arbeiten –oft leider gezwungenermaßen, um nicht zu verhungern – sehr hart. Einige stehen stundenlang an einer viel befahrenen Strasse bei erwähnten Temperaturen und demnach viel Sonne, um bei rotem Ampellicht eine Zeitung zu verkaufen. Andere schleppen schwere Plastikbehälter mit zuhause (auf selbst zusammengeflickten Öfen aus Metallabfällen) gebackenen Tortillas, um sie stundenlang am Straßenrand stehend zu verkaufen. Andere drängen sich mit Tüten voll Wasser auf dem Kopf in einen Bus, um sie dort zu verkaufen (pro Stück 2Lempira, ca. 0,10Euro). Einige betätigen sich tagsüber als Gärtner. Mit der Machete halten sie die Pflanzen klein. Nachts fungieren sie als Bodyguards für reiche Anwesen.

Ca. 8000 Frauen arbeiten in der „Fabrica“ in El Progreso. Dort wird billig Kleidung für die USA und Europa hergestellt. Ich konnte noch nicht herausfinden, welche Firmen hier produzieren, doch von denen möchte ich nichts mehr kaufen. Den Frauen ist es verboten, zur Toilette zu gehen, sie müssen stupide Arbeit im Akkord erledigen und alles bei ohrenbetäubendem Lärm. Wenn sie einen Tag krank sind, bekommen sie ihn nicht bezahlt und auch das Essen, das einige Fabriken ausgeben, wird ihnen dann vorenthalten. Ich habe einige Frauen gesehen, die sicherlich bereits im 7.Monat schwanger waren und immer noch dort den ganzen Tag arbeiten.



Vieles hier ist traurig. Aber man sollte nicht die Situation hier mit dem Leben in Deutschland vergleichen. Die Kinder z.B. in Copprome, auch wenn sie eine schlimme Geschichte haben, ihnen wenig Spielzeug zur Verfügung steht und sie sich ein Zimmer mit 20 anderen teilen, sind glücklich und dankbar. Schließlich ist das alles doch viel besser als ihre Situation zuvor. Und das wichtigste: in Copprome haben sie die Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Ich genieße ihre ansteckende Freude. Ich werde von ihnen wirklich mehr beschenkt, als ich was für sie tun kann.

Mir geht es weiterhin sehr gut.

Liebe Gruesse,

Vera