| Hallo ihr
Lieben! Wie geht es euch, den Fasching gut überwunden? Hier in Rumänien ist leider der Karneval, wie er hier genannt wird nicht so populär, was ich natürlich sehr schade fand. Aber ein bisschen haben wir auch hier gefeiert, da erzähle ich später was. Denn wie heißt es so schön, erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Bevor ich anfange möchte ich ein paar Sätze vorwegschicken: Heute berichte ich auch ein bisschen von den Schwierigkeiten, mit denen ich hier manchmal zu „kämpfen“ habe. Einerseits sind es bestimmt manchmal kulturelle Unterschiede, andererseits sind es aber auch noch Überreste aus dem Kommunismus. Ich will damit niemanden beleidigen und es ist auch kein objektiver Bericht. Es ist ein Bericht, wie ich die Dinge erlebe und wie sie auf mich wirken. Kinderheim Da gibt es dieses Mal eine Menge zu berichten. Also wie ich das letzte mal geschrieben habe, stand noch das Ergebnis meines Psychologietestes aus, dass hab ich irgendwann bekommen und es lautete ungefähr: „Zum Zeitpunkt der Untersuchung frei von schwerwiegenden psychischen Störungen“ da kann man dann doch ganz froh sein. Also hab ich die ganze Bewerbung zum Amt gebracht. Dort stellten sie fest, dass ich bei der Untersuchung im Hals irgendwelche Bakterien hatte (ich hab mir meine Bestätigungen natürlich nie genau angesehen), aber da es in einer grauenvollen Schrift war und sie sich deshalb nicht ganz sicher waren und ich gesagt habe, dass ich von nichts weiß, ließen sie es durchgehen und eine Woche später war der ganze Papierkram erledigt. Im Kindergarten zeigte ich diese Bestätigung noch einmal her und dort sagte dann Sr. Pazifika (ist medizinische Assistentin im Kiga, ist hier Pflicht) , dass es Bakterien sind, die Scharlach auslösen und ich das unbedingt behandeln lassen muss. Daraufhin musste ich erst einmal 10 Tage Antibiotika nehmen. Dies kann man hier ohne Rezept in der Apotheke kaufen und wird sehr viel verwendet! Danach machte ich einen Bluttest und weil es immer noch zu viele Bakterien vorhanden waren, bekam ich von der Ärztin Penizillinspritzen verordnet, 3 an der Zahl, eine pro Woche. Verabreicht hat mir die Spritzen Sr. Pazifika, dafür muss man hier nicht extra in die Arztpraxis. Habt ihr schon mal solche Spritzen bekommen? Die tun weh, ich kann das gar nicht beschreiben! Ich bin jetzt nicht zimperlich und das Spritzen selber ist nicht das schlimme, aber wenn dann das Serum in den Körper kommt, das spürst du bis in die Füße runter, Wahnsinn! Danach war ich jetzt diese Woche noch mal bei der Blutabnahme und es ist alles wieder im grünen Bereich. Das Komische an der ganzen Geschichte ist, dass ich nie Halsschmerzen hatte. Jetzt zurück zum Kinderheim. Ich hatte also die Bestätigung, dass ich dort helfen kann und bin ins Kinderheim gegangen um dort auszumachen, wann ich komme. (arbeite jetzt: 8 – 15 Uhr Kindergarten 15.15. – 17.15 Uhr Kinderheim, Wochenende nicht, das wäre dann doch zu viel geworden) Anfang Februar war an einem Dienstag mein erster Arbeitstag und ich war entsetzt. Ich hab sozusagen noch einmal denn vollen Kulturschock bekommen. Ich bin in einer Gruppe mit 15 Kindern von 2 bis 5 Jahren. Die Kinder haben ein großes Zimmer, dass in drei Räume aufgeteilt wurde (mit dreiviertel hohen Trennwänden), zwei Schlafzimmer, in denen die Gitterbetten stehen und ein Spielbereich. Im Spielbereich stehen ein Sofa, zwei Sessel und eine Regalwand. In der Regalwand sind Kuscheltiere, ganz oben sind einige andere Spielsachen (Lego...) und das wichtigste, der Fernseher. Daneben gibt es noch einen Raum, wo gegessen wird, und wo auch ein Regal mit Spielsachen ist und das Badezimmer. In der Gruppe sind immer zwei Erzieherinnen, Helferinnen.... tätig und die haben den ersten Tag eigentlich nichts gemacht. Der Fernseher läuft immer, aber nicht für die Kinder, sondern für die Erwachsenen, bei Nachrichten wird er oft lauter gedreht und die Kinder sollen leise sein. Gespielt wird selten mit den Kindern (eine oder zwei sind dabei, die sich auch mal wirklich zu den Kindern auf den Boden setzen und mit ihnen spielen) eines der häufigsten Ausrufe ist „Das ist nicht Erlaubt“, manchmal bekommen die Kinder auch die Legos zum Spielen, aber nicht immer, ich glaube, weil die Erzieherinnen sonst mehr zum Aufräumen haben. Auch die Erziehungsmethoden finde ich oft einfach nur falsch. Z.B. hat ein Fünfjähriger wieder eine Windel bekommen, weil er in die Hose gemacht hat und dies wurde mindestens dreimal erzählt, vor allen Kindern nur in der Zeit wo ich da war. Auch fallen Aussprüche wie ich lieb dich nicht mehr oder ich bin nicht mehr dein Freund, wenn die Kinder was machen, was sie nicht dürfen; oft reagieren sie aber gar nicht wenn die Kinder sich schlagen und dann ein Kind weint, es folgen keine Konsequenzen, keine Erklärungen warum man dass nicht machen darf, nichts. Die Kinder schlagen sich, treten und beißen, wenn ihnen etwas nicht passt, aber dass ist verständlich, denn dann bekommen sie vielleicht Aufmerksamkeit, auch wenn es negative ist. Und es herrscht schon manchmal auch das Recht des Stärkeren. Viele Kinder haben die typischen Erscheinungen von mangelnder Aufmerksamkeit, also das sich wiegen, oder dann noch schlimmer, sich mit dem Oberkörper wiegen und mit den Kopf dabei an die Wand schlagen. Das ist jetzt nur ein grober Ausschnitt, wie es dort so ist. Dazu muss ich sagen, dass sich laut Erzählungen seit dem Kommunismus schon viel getan hat, also es damals noch ganz anders war. Mich machte es auf jeden Fall vollkommen fertig. Ich hab die Kinder gesehen und gleichzeitig meine Kindheit vor Augen und fand es nur noch schrecklich, mir taten die Kinder nur noch leid. Auch die Arbeitsweise und dass ich keine Möglichkeit habe daran was zu ändern (bei zwei Stunden pro Tag in so einem großen Haus mit viel Personal und als Freiwillige nicht möglich) machten mich vollkommen fertig. Ich hatte das Gefühl, um dort arbeiten zu können, muss ich die Arbeitsweise von dort annehmen und dass ist gegen all meine Grundsätze, die ich als Erzieherin habe. Ich zwang mich die nächsten Tage hin zu gehen und meine Abneigung wurde immer großer. Innerlich kämpfte ich, ich war sauer auf mich, weil ich es nicht schaffte dort zu arbeiten; sauer auf die Eltern, weil sie ihren Kinder so was antun; sauer auf die Erzieherinnen dort und machte mir selber Vorwürfe. Während der ganzen Zeit lud ich viele meiner Sorgen bei Anita ab, die immer ein offenes Ohr und gute Ratschläge hatte. Am Wochenende schrieb ich dann ein paar SOS Mails und heulte mich bei meiner Mama am Telefon aus. Dann viel mir noch das Mail von der Vera (Missionarin auf Zeit in Honduras) ein, in dem sie auch von einem Kinderheim geschildert hat. Ich kramte es hervor, las es und wurde erst noch deprimierter, dann blieb aber ein Satz bei mir hängen „Man muss immer bedenken, dass es den Kindern jetzt besser geht, als es ihnen vorher gegangen ist“. Der Satz begleitete mich und so schaffte ich es, wieder den nötigen Abstand zu gewinnen und nicht zu emotional zu sein. (Danke Vera!) Gleichzeitig hab ich meine Rolle dort anders definiert. Ich bin im Kinderheim nicht als Erzieherin, dies ist nicht möglich, da die Einstellungen einfach zu unterschiedlich sind, sondern einfach als eine Freiwillige, die kommt und mit den Kindern spielt, nicht mehr und nicht weniger. Ich gebe den Kindern damit ein bisschen Aufmerksamkeit, von der sie so wenig bekommen. Wenn ich dann merke, dass die Kinder sich wahnsinnig freuen, dass ich komme und strahlen, wenn ich sie einfach nur in den Armen halte, dann gibt das mir auch sehr viel und ich sehen einen Sinn darin. Mittlerweile bin ich schon 4 Wochen dort und ich muss sagen, ich habe schon viele schöne Momente erlebt. Ein Junge schnappt sich Legosteine und setzt sich freudestrahlend vor mich hin als er mich sieht, weil ich am Tag zuvor einen Turm mit ihm gebaut habe. Es zu schaffen mit 5 zweijährigen gleichzeitig Ball zu spielen, wobei natürlich jeder seinen eigenen Ball hat, weil es sonst nur Streit gibt. Hoppe hoppe Reiter, dass die Kinder jeden Tag aufs neue verlangen und schlangestehen, damit sie mal dran kommen.... Natürlich ist es nicht immer leicht und oft bekomme ich eine reingeboxt, weil ein Kind wütend ist, dass ich jetzt gerade für ihn keine Zeit habe. Oft bekomme ich dann zu hören „Jetzt lieb ich dich nicht mehr“ worauf ich antworte „Aber ich lieb dich noch“. Anfangs wurde ich oft mit der halben Gruppe gleich alleine gelassen, damit die Erzieherin am Gang ihre Zigarette rauchen konnte und mit den anderen Kollegen tratschen. Das war dann sehr schwer für mich, weil wenn du alleine bis musst du auch erzieherisch tätig werden und die Kinder probieren dich natürlich wahnsinnig aus. Das hat sich aber in den letzten beiden Wochen geändert und irgendwo im Hinterkopf hab ich noch, dass ich dort freiwillig bin und nicht arbeiten muss, also wenn es mir dabei nicht mehr gut gehen würde und ich zu viel gegen meine Überzeugungen machen muss, dann kann ich immer noch aufhören. Kindergarten Der Frühling kommt, d.h. die Kinder waren diese Woche extrem unruhig, zappelig und laut. Dazu war noch der erste März, an dem es Märzchen gibt (später was dazu). Also war diese Woche sehr anstrengend. Nichts desto trotz merkt man einen wahnsinnigen Unterschied, wenn man im Rückblick die Gruppe im September und jetzt anschaut. Im Rückblick kann man sagen, Anita und ich haben einiges geschafft und wir sind sehr stolz drauf. Wir wissen beide, dass eine alleine dies nicht geschafft hätte. Letzten Freitag hatten wir die Faschingsfeier im Kindergarten und dabei hat das Personal den Kindern das Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ vorgespielt. Ich war der Prinz, mit edler Hose, Umhang, Krone und aufgemalten Bart. Die Kinder haben immer gesagt: „Du bist eine Prinzessin“ wenn ich geantwortet habe „Nein ich bin ein Prinz“ meinten sie nur „Mädchen sind keine Prinzen!“. Es dauerte einige Zeit bis ihnen klar wurde, dass im Fasching auch Mädchen Prinzen sein können. Die Feier selber war etwas spontan, langsam werde ich es gewöhnt, aber sehr lustig. Am Anfang hatten wir eine Vorstellungsrunde und jedes Kind durfte in die Kreismitte gehen, sich vorstellen und etwas vormachen, -singen oder ein Gedicht sagen, dass zu seinem Kostüm passt. Es wurde auch viel getanzt und unser Märchen nicht zu vergessen. Dieses war sehr spontan, da wir zuvor keine Zeit gefunden haben, es gemeinsam zu üben! Schwierigkeiten bereitet mir manchmal die Zusammenarbeit mit unserer Erzieherin. Da hab ich oft das Gefühl, ich beweg mich auf einem schmalen Grad und muss immer wieder ausbalancieren, was ich machen kann, wo ich auch mal andere Vorschläge bringen kann und wo nicht. Letzte Woche hatte sie zum Beispiel zwei Dinge auf einmal gemacht, den Morgenkreis geleitet und gleichzeitig von ihr gebastelte Blumen aufgehängt, dadurch wurde es in der Gruppe sehr unruhig. Ich sprach dann mit ihr und meinte, dass sie mir es nur sagen muss, wenn sie etwas anderes noch zu tun hat, ich kann den Morgenkreis auch alleine machen. Für mich ist es dann leichter, weil ich genau weiß was los ist und besser reagieren kann und sie muss sich nur auf eine Sache konzentrieren. Leider hat sie das mal wieder vollkommen falsch verstanden (kam schon öfters vor und nicht nur bei mir) und fühlte sich persönlich angegriffen. Anita sprach dann auch noch mal mit ihr, aber sie meinte nur, dass sie sich vor uns nicht rechtfertigen muss und sie macht das alles doch nur für den Kindergarten und nicht für sich persönlich. Die Erzieherin hat die meiste Zeit ihres Lebens während der kommunistischen Zeit gearbeitet und kennt daher „Teamarbeit“ „Kritikfähigkeit“ oder „Mit der Zeit gehen“ nicht. Auch ist für sie vor allem das Ergebnis wichtig. Dies heißt, ob sich die Kinder jetzt ruhig und geordnet anstellen oder nicht, das ist egal, auch das Freispiel und das Einhalten der Regeln ist nicht so wichtig. Vor allem muss man während dieser Zeit nicht pädagogisch auf die Kinder einwirken. Wichtig sind die Arbeitsblätter, welche den Eltern präsentiert werden oder die gelernten Lieder und Gedichte. Also alles kognitive, alles was mit lernen, Bildung zu tun hat. Das erzieherische kommt mit der Zeit von selber, irgendwann können sie das schon (oder auch nicht). Auch waren die Erzieherinnen während dem Kommunismus nur für die Bildung zuständig, für das andere waren mehr die Helferinnen zuständig und keiner hat in dem Bereich der anderes etwas zu tun gehabt. Dies war auch in anderen Berufen so, jeder hatte seinen Bereich und das andere ging ihm nichts an. Also übergreifendes Arbeiten, Teamarbeit, keine Spur. Langsam kommt darin jetzt eine Änderung, vor allem bei den Jüngeren. Bis dieses „Schachteldenken“ aber aus den Köpfen der Leute verschwunden ist, glaube ich, wird noch viel Zeit vergehen. Wobei die Teamarbeit in der heutigen Zeit mitunter das wichtigste ist. Für mich, die diese Dinge von klein auf gelernt hat und es in der Ausbildung eingetrichtert bekam bis zum geht nicht mehr, ist es manchmal sehr schwer. Ich verstehe, dass es einem schwer fällt, sich auf neues einzustellen, wenn man dies nie gelernt hat, hab aber manchmal das Gefühl, ich laufe gegen eine Wand oder es geht „einen Schritt vorwärts und zwei zurück“. An solchen Tagen denke ich mir dann schon manchmal, warum lässt du nicht alles wie es ist arbeitest hier und dort ein bisschen mit, du bist doch „nur“ Freiwillige. Aber zum Glück bin ich eine, die etwas entweder ganz oder gar nicht macht und da die Gruppe nächstes Jahr noch so bestehen wird, mit dem gleichen Personal (außer mir) ist es mir wichtig, dass wir eine „gute“ Teamarbeit schaffen, welche sich hoffentlich nächstes Jahr fortsetzt. Ein gutes Grundgerüst haben wir auf jeden Fall schon und es gibt immer wieder Erfolge, die mich dann wieder motivieren. Auch wenn es immer wieder „Meinungsverschiedenheiten“ gibt, schätze ich unsere Erzieherin sehr und wir raufen uns immer wieder zusammen. Freizeit So, jetzt aber zu anderen Dingen: Fasching hab ich ja schon erwähnt, wird hier nicht so groß gefeiert. Ich hab auch gehört, dass die Orthodoxen so was wie Fasching gar nicht kennen. Auf jeden Fall hatte ich insgesamt drei Mal die Gelegenheit mich zu verkleiden. Einmal im Kindergarten, wo ich ja der Prinz war. Das zweite Mal war am Faschingssamstag die Karnevalsparty aller Jugendgruppen, dorthin bin ich als Inderin gegangen. Dazu hat mir Sr. Claudia zwei gebatikte Tischtücher zu einem Sari zusammengenäht. Am Anfang fühlte ich mich ein bisschen in meine Schulzeit zurückversetzt. Eine große Halle, alle stehen in kleinen Grüppchen zusammen.... Aber es wurde dann doch ein schöner Abend und vor allem hab ich mal wieder so richtig schön getanzt, bis zum Umfallen! Zwischendurch gab es die Vorstellungsrunde und eine paar kleine Spiele. Am Sonntag feierten wir dann hier im Kloster Fasching. Auch hier wurde ein Märchen vorgespielt, aber moderner und mehr als Sketch. Es war „Aschenputtel“ (ich bin so froh!) mit den hässlichen Schwestern (Wir sind so hässlich), dem Prinzen (Ich bin so schön!), der Fee (Ich bin die gütige Fee!) und einem Erzähler. Ich war die Fee und hatte mir aus Vorhangresten ein Kleid gezaubert. Daneben führten noch ein paar der älteren Schwestern was vor und man glaubt nicht, was für Talente in so manchen schlummern. Am ersten März ist es hier Brauch, Märzchen zu verschenken. Ungefähr eine Woche zuvor ändert sich das Stadtbild und überall werden Verkaufsstände aufgebaut. Märzchen können alles Mögliche sein: Schmuck, Bildchen, kl. Figuren, Anhänger, Schneeglöckchen, eine getrocknete und verzierte Rose.... der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass eine rotweiße Schleife dabei ist. Die Märzchen sind ein kleiner Frühlingsgruß. Im Kindergarten haben wir von jedem Kind ein Märzchen bekommen und so habe ich jetzt eine sehr bunte Sammlung davon. Ich finde diesen Brauch sehr schön. Wie ist denn bei euch das Wetter zurzeit? Bei uns kommt der Frühling! Nach einer Woche mit Schnee, wo wir mal mit den Kindern einen Schneemann bauen konnten, setzte der Regen ein. Vor zwei Wochen sind wir in den nahen Wald gefahren und haben unseren ersten Frühlingsspaziergang gemacht (bei 15 Grad), die letzten Tage hat sich Schnee und Regen immer mal wieder abgewechselt, aber es dauert nicht mehr lange, bis der Frühling endgültig da ist. Ich habe festgestellt, dass Schnee in der Stadt gar nicht immer so praktisch ist. Vor allem wenn die Bürgersteige nicht geräumt sind. Am Tag schmilzt der Schnee und kaum ist die Sonne weg verwandelt sich der Matsch in eine Eisfläche, da muss man sehr aufpassen, damit man nicht stürzt. Apropos Eis bevor es wärmer wurde waren Anita und ich beim Schlittschuhlaufen, voll schön. Anita stand anfangs etwas wackelig auf den Schuhen, aber am Schluss ist sie schon alleine gelaufen. Am Wochenende haben wir noch mal vorbeigeschaut, aber es war leider schon geschlossen und die Eisfläche waren nur noch Wasser und Rohre. Gestern war ich zum ersten Mal in meinem Leben beim Frisör, bis jetzt hatte ich nämlich immer meinen Privatfrisör. Erzählenswert sind die Preise: waschen, schneiden und föhnen für nicht mal 5 Euro und bei langen Haaren ist es sowieso noch teuerer. Auch wenn Lebensmittel oder andere Gegenstände hier oft schon so teuer sind wie bei uns, sind Dienstleistungen verhältnismäßig billig, weil die Löhne so niedrig sind (Mindestlohn liegt bei nicht ganz 100 Euro/Monat und ein Grossteil verdient nur den Mindestlohn) So, Schluss für dieses Mal, die Mail wurde schon wieder viiiiiiel zu lang. Aber wenn ich einmal im Schreiben drin bin kann ich meistens nicht mehr aufhören. Liebe Grüße und macht es gut! Euere Reghina (rumänische Schreibweise) P.S. Wisst ihr schon, dass ich mehr als Halbzeit habe. In fünf Monaten bin ich schon wieder bei euch und der Kindergarten läuft jetzt noch 3,5 Monate. Danach gehen wir noch mal ins Ferienlager und ich werde Rumänien entdecken. Da jetzt auch Anita eine Digitalkamera besitzt kann ich euch heute ein paar Bilder vom Kindergarten schicken. |
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| Adi, der an diesem Tag keine Lust zum Malen hatte. | Vor dem
Mittagsschlaf, es wird dunkel |
Beim Schlittschuhlaufen | Frühlingsspaziergang |