| CEVA- Centro
de Vacaciones In der letzten Woche habe ich bei einem Ferienprogramm für Finder teilgenommen. Dass heißt ich war mit anderen „monitoren“ (gruppenleiter) von Montag bis Freitag auf der „cancha“ dem Fußballfeld und habe Kinder vergnügt. Es ist ein Programm von der Kirche, dass nicht in allen aber vielen Gemeinden durchgeführt wird. Der Sinn ist den Kindern die keine Möglichkeit haben in den Urlaub zu fahren oder dessen Eltern den ganzen Sommer arbeiten oder die sich einfach nur langweilen in den 2 Monaten Ferien eine kleine Abwechslung zu geben während einer Woche. Unser Tagesprogramm sah ungefähr so aus: 9:00 die Kinder kommen an wir spielen „dynamicas“ 9:30 Frühstück 10:00-12:30 Thema+aktivität 12:30 Mittagessen 14:00-16:30 Thema +aktivität 17:00-17:30 once (Abendessen) Nicht jeden Tag hatten wir den selben Ablauf da wir dreimal auf Ausflug gefahren sind und einmal die Feuerwehr kam. Aber jetzt genauer: Also jeder Tag hat damit angefangen, dass wir die „tios“ schon so ungefähr zwischen 8 und 9 angekommen sind um alles vorzubereiten. Langsam trudelten dann die Kinder ein und wir fingen an mit unseren „dynamicas“( dass ist etwa so etwas wie ein Lied mit Bewegungen /oder ein Spiel dass im Kreis gespielt wird und dabei wird irgendwas gesungen oder gesprochen, es ist auf alle Fälle sehr witzig und macht allen Spaß!) Dann gab es erst mal Frühstück. Man muss dazusagen, dass manche von ihnen daheim nicht unbedingt regelmäßig was zu essen bekommen. Danach sind wir aufs Fußballfeld. Dort waren jeden Tag andere tios zuständig für den Vormittag und noch mal Andere für den Nachmittag. Dass hieß dass man sich überlegen musste, was man den Kindern gerne beibringen, was man mit ihnen basteln oder spielen wollte um die Zeit zu füllen. Eine Gruppe hat z. B. erst über die verschiedenen Landschaften in Chile geredet und danach haben wir in unseren Gruppen ( nach alter) einen Vulkan gebaut und in dann mit Essig und Backpulver zum Ausbruch gebracht. Victor und ich haben ein bisschen über den Wasserkreislauf geredet und danach hat jede Gruppe wie ein kleines Modell mit Bächen, Bäumen usw. gebaut. Wieder andere haben alle Kinder in 4 Gruppen aufgeteilt und dann Spiele gespielt , kleine Wettkämpfe veranstaltet, dass war allen recht frei gestellt. Ja nachdem dann die Aktivität des Morgens vorbei war sind wir wieder zurück zur „sede“ ( so etwas wie ein winziges Gemeindehaus) gelaufen und dort gab es dann Mittagessen. Danach zurück auf dem Fußballfeld gab es eine andere Aktivität von einer anderen Gruppe und am frühen Abend ging's wieder zurück zur sede um zu essen. Die drei Ausflüge die wir gemacht haben gingen zu „lo vicuña“, einem Swimmingpool und einem Zoo in Santiago, außerdem kam auch einmal die Feuerwehr. Ja die Feuerwehr kam um uns alle mit zwei großen Schläuchen mit Wasser abzuspritzen, der Boden hat sich aufgeweicht wir haben uns gegenseitig in den Dreck geschmissen und die Abkühlung richtig genossen, da es fast die ganze Woche 36 Grad im Schatten hatte!!!! „lo vicuña“ ist wie ein kleines Museum, sie haben dort verschiedene Räume zu verschiedenen Themen die alle mit der Umwelt zu tun haben. Leider hat die Zeit nicht gereicht dass alle Gruppen alle Räume gesehen haben aber es gab einen Raum zum Thema Recycling, einen zur Wiederverwendung von Papier ,in welchem die Kinder selber Papier machen konnten, einen zu Flora und Fauna, einen um den Kinder beizubringen sich selbst um ihre Umwelt zu kümmern... Das ganze Thema von wegen „wie schütze ich meine Umwelt“ , denke ich, ist total wichtig dass die Kinder dass lernen. Hier sind sie es nämlich mehr gewohnt den Müll auf die Strasse , aus dem Autofenster oder auf eine andere eher schädliche Art zu entsorgen. Auch denke ich ist es wichtig, dass sie etwas über ihr Land, die Tiere, die es nur in Chile gibt, die Bäume und Pflanze lernen. Der Nachmittag im Schwimmbad war echt auch super. Ich war selbst ziemlich lange im Wasser und habe es total genossen nach fast 6 Monaten, wo ich schwimmen doch so liebe, oder eher plantschen und auf Grund der Megahitze auch echt richtig schön angenehm. Am Ende waren wir fast alles Gesonnenbrandmarkt im Gesicht. Der Ausflug zum Buin Zoo in Santiago war der absolute Höhepunkt. Wenn man bedängt, dass einige der Kinder noch nicht mal Los Andes, was ca. 15 Minuten entfernt liegt, gesehen haben und dann eine Bußfahrt von fast 2 Stunden in die Hauptstadt!!!! Der Zoo selber war auch total schön. Alles war eingeteilt in die verschiednen Kontinente. Wir sind alle in unseren verschiedenen Gruppen da durch gelaufen und ich muss sagen meine Gruppe hat sich super verhalten. Leider haben recht viel gefehlt und man wusste nicht so recht, ob sie nicht durften oder nicht wollten wobei das erstere wahrscheinlicher ist (manche Eltern haben sogar geweint als wir am Morgen mit dem Bus losgefahren sind!!!).Die 2 schlimmsten unserer Gruppe waren nicht da, aber wir haben es schon fast vermisst immer nach ihnen zu suchen, ihren Namen zu rufen oder ihre kleinen Prügeleien zu unterbinden. Die ganze Woche haben wir dann am Sonntag Abend mit einem Gottesdienst beendet an dem alle mit vollem Eifer mitgewirkt haben. Ich muss ehelich gestehen am Ende der „misa“ habe ich fast geweint als wir noch mal unser CEVA-Lied gesungen haben. Die ganzen Kiddis sind mir ganz schön ans Herz gewachsen . Auch die Kinder wollten dass CEVA am besten bis zum letzten Tag vor Schulbeginn geht. Was mich ziemlich nachdenklich gemacht hat war z.B. dass ich an einem Tag mit einem Jungen aus meiner Gruppe heimgelaufen bin, weil er seine eingerissene Hose wechseln wollte. Solange ich auf ihn gewartet habe, habe ich mich mit seiner Oma unterhalten und sie hat mir gesagt wie toll es wäre dass wir den Kindern jeden Tag essen geben. Auch dass die Eltern alle so dankbar waren, dass wir mit ihren Kindern Ausflüge unternehmen und ihnen neue Dinge beibringen. Ein Mutter hat uns 2 Mal die Woche Nachtisch vorbeigebracht und am Ende für jeden tio und jede tia ein kleines Andenken gebastelt! Das alles macht diese Erfahrung für mich einfach einmalig und ich hoffe dass wir alle, wie wir gesagt haben, es wirklich schaffen die Kinder mal zu besuchen oder mit ihnen sogar eine Gruppe aufbauen die samstags immer den Gottesdienst vorbereitet! |