Festgottesdienst zu Ehren der seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger
9. Mai 2006

„Mit Vertrauen in die Zukunft“

 
Zum Festtag ihrer Ordensgründerin, der seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, luden die Armen Schulschwestern am 9. Mai zum Festgottesdienst in die St. Jakobskirche und zur anschließenden Begegnung im Angerkloster ein. Zahlreiche Gäste feierten den Gottesdienst mit, der unter dem Thema stand: „Mit Vertrauen in die Zukunft“
Zum feierlichen Einzug der Geistlichen, des liturgischen Dienstes und der Kinder erklang festliche Orgelmusik.
Schülerinnen der Theresia-Gerhardinger-Grundschule am Anger stimmten auf das Thema des Gottesdienstes ein:
„Heute, am Festtag der seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, schauen wir dankbar auf ihren großen Glauben und ihr tiefes Gottvertrauen. Aus dieser Kraft hat sie den Menschen Gottes Liebe sichtbar gemacht und Großes geschaffen für unsere Welt.
Auch wir suchen nach dem Willen Gottes für unser Leben. Hilfe und Orientierung können uns dabei Worte von Mutter Theresia sein, die wir nun hören.
Wie die Blumen, die wir pflanzen werden, möchten wir dort blühen und Freude schenken, wo Gott uns hingestellt hat.“
Zu Worten des Vertrauens von Mutter Theresia setzten Mädchen Blumen in eine Schale ein. Mit Improvisationsmusik leitete Schwester Annemarie Bernhard einfühlsam zum Bußakt über. Die Lieder, begleitet von der Schwesternband, waren abgestimmt auf das Thema des Gottesdienstes.
Mit seinem Einstieg gewann der Prediger, Abt Dr. Johannes Eckert von St. Bonifaz, sofort die Aufmerksamkeit der Kinder und Jugendlichen und löste bei den Erwachsenen eine Erwartungshaltung aus. Auf den aktuellen Film anspielend meinte er, „die wilden Hühner“ seien in Deutschland ausgebrochen. Der Film handelt von den Sorgen der Kinder, und spiegelt damit unsere Lebenswelt wider: Probleme in der Familie, Arbeitslosigkeit, Gewalt ... Ausgehend vom Evangelium (Mk 10,13-16) versicherte er den Kindern und Jugendlichen, dass Jesus sie in ihrer Lebenswelt immer ernst nimmt. „Er nimmt sich Zeit für sie, segnet sie, macht ihnen Mut für ihr Leben.“ Damit ist auch das Grundanliegen von Mutter Theresia ausgedrückt: „In ihrer ganzheitlichen Erziehung hat sie das Kind in den Mittelpunkt gestellt, weil sie überzeugt war, das Reich Gottes, das, worauf es ankommt, gehört diesen jungen Menschen.“ In ihrem Bemühen stieß Mutter Theresia oft an Grenzen, und erfuhr in ihren Grenzen den grenzenlosen Gott, wie auch wir in unseren Sorgen und Nöten Gottes Hilfe erfahren können.
In den Schulen der Schulschwestern sieht Abt Johannes eine große Chance für unsere Zeit; das sind Orte, wo Gottvertrauen wachsen kann, wo miteinander Glaube gelebt wird. Mutter Theresia ist neue Wege gegangen. Es geht nicht darum, sie zu kopieren, sondern sie zu übersetzen in unsere Zeit, weil auch wir mit Vertrauen in die Zukunft gehen und glauben, dass Gott einen guten Ausgang schaffen wird.
Mit den Gaben für das eucharistische Mahl brachten Schülerinnen des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger stellvertretend für die versammelte Gottesdienstgemeinde die Bitten vor Gott.
Lobpreis und Anbetung drückten beim Sanctus die Schülerinnen mit einem Tanz aus.
Traditionsgemäß erfolgt am Ende des Mutter Theresia Gottesdienstes der Gang zum Grab der seligen Ordensgründerin. Der Zelebrant betete:
„Gott unser Vater! Die selige Maria Theresia von Jesu Gerhardinger hat sich in entscheidenden Situationen ihres Lebens ganz dir überlassen. Alle ängstliche Sorge hat sie abgelegt und im Glauben an dich tiefe Gelassenheit, unzerstörbare Hoffnung und letzten Halt gefunden. Mache auch uns hellhörig für deine Führung, damit wir voll Vertrauen den Weg gehen, den du uns zeigen wirst. Treuer Gott, erhöre uns in unseren Anliegen auf die Fürsprache von Mutter Theresia. Amen“
Der Witterung entsprechend fand die anschließende Begegnung in den Räumen des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger statt. Vertraute Gäste und neue Beter, die sich vertrauensvoll an Mutter Theresia wenden, tauschten sich bei einer kleinen Stärkung aus.
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