Montag in der Karwoche
Joh 12,1-11 – Salbung in Betanien
Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren. Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte: Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte. Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue. Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch. Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten, weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.
Frage: Wann beginnt die Karwoche? Am Palmsonntag, am Karmontag, am Donnerstag nach Aschermittwoch oder gar am Ostermontag, nein am Ostersonntag? -
Wenn wir uns jetzt, wie die Theologen sagen, in einer Zeit des “schon” und “noch nicht” befinden (in der wir Jesus “schon” haben und Jesus “noch nicht” haben), wann und wo beginnt dann Verschwendung für mich?
Montag, 29. März 2010 7:58
Genauso gut lässt sich fragen, wann ist Ostern? Es gibt ein Lied “manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest der Auferstehung … ” – so etwas einfach zulassen, wenn es trifft (nicht nur an Ostern), ist eine Art “Verschwendung” – für mich zumindest …
Montag, 29. März 2010 9:33
Du meinst wohl eine gute Verschwendung!! Find ich auch!!!
Montag, 29. März 2010 16:43
/”..voll Staunen ueber sein geheimnisvolles Wirken in unserer Mitte feiern wir das Leben in Dankbarkeit” (ISG)- nicht nur zur Osterzeit!
Montag, 29. März 2010 18:52
Zuerst viel mir das Wort unserer Ordensgründerin, Theresia von Jesu Gerhardinger ein: “Alle Werke Gottes gehen langsam und leidvoll, dann aber stehen sie desto fester und blühen desto herrlicher auf.” In meinen Augen eine große Lebensweisheit, dass Manches erst durchgestanden werden muss, bevor es zum Durchbruch, zur Blüte kommen kann.
Auf der anderen Seite erlebe ich unabhängig vom Zeipunkt des Osterfestes immer wieder Momente der Auferstehung, der Freude und des Jubels, die mich dankbar stimmen.
Mittwoch, 31. März 2010 20:04
Maria von Betanien ist eine mutige Frau.Sie liebt ohne Wenn und Aber, geradezu verschwen-
derisch. Die Geste der Salbung Jesu bringt dies
zum Ausdruck.
Das lässt mich fragen: Bin ich im Blick auf meine Beziehung zu Jesus zu solcher Verschwen-
dung fähig / bereit? Oft genug fehlt doch der Mut zu dieser totalen Hingabe….