Samstag der dritten Fastenwoche

Lk 18,9-14     Vom Pharisäer und Zöllner     In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Beispiel: Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!  Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Frage: Traue ich diesem Gott, der mich einlädt, alle Masken vor ihm abzulegen? Traue ich meinem Gott, der mich in Liebe so annimmt, wie ich bin?

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Autor: admin
Datum: Samstag, 13. März 2010 5:58
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2 Kommentare

  1. 1

    So schrecklich und beschämend die Berichte über die Missbrauchsfälle in den verschiedenen Klöstern bzw. kirchlichen Einrichtungen sind, wir sollten nicht in die Haltung des Pharisäers verfallen, der von seiner eigenen Gerechtigkeit überzeugt war.
    “Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden”.

  2. 2

    Ich glaube, der erste Schritt ist: seine eigenen Masken wahrzunehmen. Das ist schon ein ganz großes Geschenk. Dabei sind wir so sehr auf die anderen, auf das Wort Gottes und seinen Heiligen Geist angewiesen, die uns ein Bild von uns selber entgegenstellen.
    Auch Institutionen, wie z.B. die Kirche oder eine Kongretation/ein Orden, ist auf Masken angewiesen. Unpassend ist es, wenn die Masken nicht mehr der Wahrheit entsprechen oder die Wahrheit zu verdecken suchen. Diese trügerischen institutionellen Masken abzulegen ist viel viel schwieriger, vor allem, weil eine Veränderung schwerlich von oben, sondern eher von unten, also von uns kommen sollte.
    Demut und das Bewusstwerden unseres Geschöpf-Daseins ist und bleibt ein Geschenk, dem man sich aber auch verschließen kann.