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| „Johannes ist die Stimme, der Herr aber ist das Wort.“
(hl. Augustinus): SENDUNG nach ISG im Kontext der Botschaft von Weihnachten |
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| Frühmorgens ging es los am Münchner Hauptbahnhof: das Juniorat
unserer Provinz durfte eine spannende und eindrucksvolle Reise nach
Slowenien unternehmen. Nach einer landschaftlich sehr schönen Fahrt
kamen wir mit Verspätung in Ljubljana an (unsere Lok hatte leider einen
Triebwerksschaden). Wir waren froh, als wir dort Sr. Cirila (die
Junioratsleiterin der slowenischen Provinz) entdeckten, die uns gleich
in den richtigen Zug nach Ilirska Bistrica mitnahm. Schon am Bahnhof wurden wir herzlich von Sr. Stefka (Hausoberin) und Sr. Urška begrüßt. Mit Sr. Cirila und Sr. Urška war unsere interprovinzielle Junioratsgruppe nun endlich vollständig! |
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| Nach der Begrüßung durch Sr. Darija (Provinzoberin) und einer kurzen
Stärkung mit Tee und Weihnachtsplätzchen bezogen wir unsere Zimmer und
kamen schließlich zum Abendessen wieder zusammen. Auch alle Schwestern
des Hauses waren da, wir probierten gleich unsere neu erworbenen
slowenischen Kenntnisse („Dober dan!“) aus. Für alle weitere Kommunikation brauchten wir natürlich Helfer! Zum Glück sprechen viele slowenische Schwestern ganz gut Deutsch… In einer geselligen Runde haben wir uns gegenseitig vorgestellt und eine fröhliche, vielfältige und aktive slowenische Hausgemeinschaft erlebt. |
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| Wie jeden Abend trafen wir uns dann als Gruppe zur gemeinsamen Vesper, genauso wie jeden Morgen zu den gemeinsamen Laudes. | |
| Der Prolog des Johannesevangeliums „Im Anfang war das
Wort …“ stimmte uns am nächsten Tag auf das Thema ein: „Johannes ist die
Stimme, der Herr aber ist das Wort.“ Die Arbeit mit der Bibelstelle zeigte uns Christus als das ewige Wort von Anfang an und führte zu einer intensiven Auseinandersetzung, jede von uns schrieb oder malte zum Abschluss ihren ganz persönlichen Hymnus an Christus. Die Botschaft des Engels „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren …“ führte uns schließlich zu unserer Konstitution „Ihr seid gesandt“ (ISG). Auch hier steht es geschrieben: „In dieser Stunde der Heilsgeschichte …“ – HEUTE. Wir gingen in der Bibelarbeit und im gegenseitigen Austausch der Frage nach, was das nun konkret für unsere Sendung bedeutet. Was können wir von Johannes für unsere Sendung lernen? Der Film „Babettes Fest“ hat uns gezeigt, dass Sendung auf ungewöhnliche Weise geschehen kann, dass sie gegenseitiges Vertrauen, Akzeptanz, vollen Einsatz und eine feste Beziehung braucht. ISG , Bibelstellen und Worte von Augustinus („Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch Gott werde“ oder „Schäme dich nicht, Gottes Lasttier zu sein.“) haben uns immer wieder herausgefordert, uns mit unserem Verständnis von Sendung und unserem Gottesbild auseinanderzusetzen: Vieles hat uns in diesen Tagen bestärkt, unserem Auftrag mutig nachzugehen, auch da, wo es nicht leicht ist. Schließlich wissen wir als Gottes „Lasttiere“, warum wir unsere Last tragen, dass ER mit uns geht und uns leitet, dass die Heimat auf uns wartet und dass wir nicht mehr zu tragen brauchen, als wir können. |
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| Zwischen unseren Einheiten gab es Zeit zum Gebet und zum Vertiefen. Wir durften die Gottesdienste auf slowenisch mitfeiern und die schönen vielstimmigen Weihnachtslieder genießen. |
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| Gespannt waren wir auf unsere „Hausaufgabe“ für dieses Treffen: Jede von uns stellte anschaulich mit Symbolen oder Fotos ihr Leben auf der Filiale, ihre Gemeinschaft und ihre ganz persönliche Verwirklichung von Gebet, Gemeinschaft und Apostolat vor. | |
| Am Dienstag fuhren wir mit einer kleinen Eisenbahn (fast wie in
einer Geisterbahn) in eine riesige weit verzweigte Tropfsteinhöhle „Postojnske
jame“. Dort wurden sogar einzelne Szenen der Weihnachtsgeschichte sehr
eindrucksvoll nachgespielt. Später besuchten wir eine Kirche mit einer Krippe, die sich von den Altarstufen über die ersten Kirchenbänke bis zu einer Seitenkapelle hin erstreckte. Es gab Wasserfälle, Wassermühlen, unendlich viele kleine Details und die Figuren konnten sich zum Teil sogar bewegen! |
![]() (mit der Maus das Bild berühren) |
| Sehr genossen haben wir auch die Spaziergänge durch Ilirska Bistrica, auf die kleinen Berge und zum Wasserfall, genauso wie die vielen Begegnungen mit den slowenischen Schwestern, auf deutsch oder eben mit unseren wenigen slowenischen Wörtern, die wir jeden Tag ein bisschen erweitern konnten. | |
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| Wer wollte, durfte beim Spülen helfen und wurde dann mit Geschichten aus dem Leben der Schwestern, neuen slowenischen Wörtern und leckeren Plätzchen verwöhnt. |
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| Zum Abschluss führte uns Sr. Magda durch die
schöne Hauptstadt Ljubljana und schließlich auf die hochgelegene Burg
mit einem herrlichen Ausblick . Nach dem Mittagessen im Mutterhaus nahte viel zu schnell die Heimfahrt heran (wenn wir geahnt hätten, dass unser Zug erst 75 Minuten spätern abfahren würde, hätten wir noch viel anschauen können!). Die Fahrt war mit vielen unerwarteten Zwischenaufenthalten in Wartehallen und ungewisser Weiterfahrt sehr abwechslungsreich, wider Erwarten haben wir es doch noch nach München geschafft, immerhin mit ungefähr 2,5 Stunden Verspätung! |
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| Wir danken den
Schwestern in Slowenien für die herzliche Aufnahme, es war wunderschön,
erlebnisreich und spannend, wir kommen gerne einmal wieder! Und wir
danken natürlich ganz besonders Schwester Angela, die uns in diesen
Tagen mit intensiven Einheiten bereichert und dazu passend gestalteten
Laudes und Vespern verwöhnt hat. Wir wünschen Ihnen und Euch allen:
SREČNO NOVO LETO – Ein glückliches neues Jahr!!!!!! |
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| von links: M. Renata
(Timişoara, Rumänien), M. Manuela (Geisenfeld), M. Rita (Schierling), M.
Edith (Mutterhaus, München), M. Urška (Ilirska Bistrica, Slowenien), Sr.
Mariana (Timişoara, Rumänien), M. Angela (Mutterhaus, München), M.
Christine (Massing), M. Maria (Eggenfelden), M. Carmen (Timişoara,
Rumänien), M. Cirila (Ljubljana, Mutterhaus in Slowenien)
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