Der Generalrat in Rom lud in diesem Jahr alle Schwestern ein, die zwischen 1983 und 1987 ihre Profess abgelegt haben, zu einem internationalen Jubiläumsprogramm vom 27. Juni – 23. Juli 2011. Aus 10 Ländern, 11 Provinzen und einem Distrikt kamen 53 Schwestern mit acht verschiedenen Sprachen – Übersetzerinnen garantierten in diesen Wochen eine reibungslose Verständigung.

Zum Programm gehörte eine einwöchige Erbefahrt nach Österreich und Bayern, damit die Jubilarinnen dort die Orte der Anfänge besuchen und den Spuren der seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger nachgehen konnten.
Wie geplant, trafen die Gäste am Samstag, den 16. Juli um 17.15 Uhr im Mutterhaus ein und wurden von den Schwestern im Vestibül schon erwartet.
Nach einer herzlichen Begrüßungsrunde folgte die Vesper, die in ihrer Vielgestaltigkeit alle ansprach.
Am Grab Mutter Theresias wurde in Fürbitten sowohl der internationalen Gemeinschaft als auch besonders der Jubilarinnen gedacht. Der Segen Mutter Theresias schloss diese Feier ab.

   
Beim gemeinsamen Abendessen entstand in den „Sprach-Tischgruppen“ ein lebhafter Austausch – mit Hilfe der Übersetzerinnen oder durch lebhafte Zeichensprache! In jedem Fall erfuhren wir die Zusammengehörigkeit und Verbundenheit mit unseren Mitschwestern aus aller Welt.
   
Am Sonntag feierten die Jubilarinnen mit der Mutterhausgemeinschaft in der St. Jakobskirche einen schwungvollen, mehrsprachigen Gottesdienst.
   
Nachmittags hatten dann die Gäste Gelegenheit, das Mutterhaus etwas näher kennenzulernen: besonders den Sendungsraum, die Krypta, die künstlerisch gestalteten Schulgänge, auch vieles andere mehr kam auf dem Rundgang zur Sprache.
 
Die Vesper war von den Jubilarinnen feierlich gestaltet.

   
Nach dem Abendessen stand um 19.00 Uhr ein gemütliches Beisammensein in der Aula auf dem Programm. Die Eröffnung durch die gastgebende Gruppe mit temperamentvoller, volkstümlicher Instrumentalmusik und bayerischen Liedern brachte die große Gemeinschaft problemlos in eine heitere Stimmung.
   
In dem folgenden bunten Programm stellten die Jubilarinnen eines jeden Landes etwas Typisches aus ihrer Kultur dar und erklärten es im Lied, in einem Tanz, erzählend oder anhand einer Power-Point-Präsentation.
   
Für alle gab es also viel zu hören, zu sehen, mitzuschunkeln, zu rätseln, und das Publikum sparte nicht mit kräftigem Applaus – da schenkte am Ende das Eis eine willkommene Abkühlung.
   
Mit einem Dank der Jubilarinnen an den Provinzrat und an alle beteiligten Schwestern ging ein froher Tag der internationalen Gemeinschaft zu Ende.
 
   
Beglückt und mit neuen Erfahrungen verabschiedeten sich die Jubilarinnen, schon in Vorfreude auf die nächsten Tage, die sie nach München-Au sowie zur Weiterfahrt zu den Erbestätten nach Neunburg vorm Wald und Regensburg brachten, bevor es endgültig wieder nach Rom zurückging, wo das Jubiläumsprogramm seinen Abschluss fand.

Das Erlebnis der Internationalität war in vielerlei Hinsicht bewegend – für die Gäste und auch für die Gastgeber war es eine bereichernde und anregende Erfahrung.