Interprovinzielles Junioratstreffen
28. Dezember 2006 – 1. Januar 2007
München - Mutterhaus

Verwandlung im Alltag : Eucharistie

 

Freitag, 29.12.2006

Die Eucharistie in der Kirche und in der Heiligen Schrift
Referent: Pfr. Frank Hendriks
 

Tantum ergo sacramentum
veneremur cernui,
et antiquum documentum
novo cedat ritui.
Praestet fides supplementum
sensuum defectui.

Genitori genitoque
laus et jubilatio
salus, honor, virtus quoque
sit et benedictio!
Procedenti ab utroque
compar sit laudatio!

Lasst uns tiefgebeugt verehren
dies erhab’ne Sakrament,
und der Brauch der alten Lehren
weich’ dem neuen Testament.
Frommer Glaube wird gewähren,
was der Sinn hier nicht erkennt.

Gott dem Vater, Gott dem Sohne,
Gott dem Geiste bendeit,
singt hinauf zum Himmelsthrone
Ehre, Preis und Herrlichkeit.
Und in andachtsvollem Tone
sei ihm Lob und Dank geweiht!

Was verstehe ich unter einem „Sakrament“?
Was bedeutet mir „Eucharistie“?
Wie wird das „alte Dokument“ im „neuen Ritus“ verwandelt?
Wie überwindet mein Glaube den „Defekt der Sinne“?
 

 

„Das erhabenste Sakrament ist die heiligste Eucharistie,
in der Christus der Herr selber enthalten ist,
als Opfer dargebracht
und genossen wird;
durch sie lebt und wächst die Kirche beständig.
Das eucharistische Opfer,
die Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn,
in dem das Kreuzesopfer immerdar fortdauert,
ist für den gesamten Gottesdienst und das gesamte christliche Leben
Gipfelpunkt und Quelle;
durch dieses Opfer wird die Einheit des Volkes Gottes
bezeichnet und bewirkt
sowie der Aufbau des Leibes Christi vollendet.
Die übrigen Sakramente und alle kirchlichen Werke des Apostolats
hängen nämlich mit der heiligsten Eucharistie zusammen
und sind auf sie hingeordnet.“ (CIC Can. 897)

 

Das zweite Hochgebet:

„Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach:
Nehmet und esset alle davon:
Das ist mein Leib,
der für euch hingegeben wird.
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach:
Nehmet und trinket alle daraus:
Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes,
mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird
zur Vergebung des Sünden.
Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

Wir haben uns mit den vier Abendmahlsberichten aus dem Neuen Testament beschäftigt und sie miteinander verglichen.
Mt 26,26-29; Mk 14,22-25; Lk 22,14-20; 1 Kor 11,23-26
 

 

Pfr. Hendriks hat uns herausgefordert, Texte aus dem Alten Testament zu betrachten, die eine eucharistische Deutung zulassen:

Gen 22: Abrahams Opfer
Ex 12: Das Pascha
Ex 16: Manna in der Wüste
Ex 24: Der Bundesschluss am Sinai
Lev 16: Der Versöhnungstag
Num 13: Die Kundschafter
1 Kön 19: Elija am Horeb
Ps 23: Der gute Hirt
Ps 104: Gottes Geist in der Schöpfung
Jes 52, 13-53: Gottesknechtslied
 

 

Samstag, 30.12.2006

Eucharistie in IHR SEID GESANDT
Junioratsleiterin: M. Rosina Meyer

Schwester Rosina hat uns eingeladen mit Worten aus unserer Konstitution Ihr seid gesandt in die Tiefe zu gehen.
„Wir sind ganz wir selbst,
wenn wir dieses Sakrament der Einheit
feiern und leben.
Darum ist die Eucharistie
die Mitte
unserer gelobten Hingabe,
die bewegende Kraft
und der stärkste Anruf
für unsere Sendungsgemeinschaft.“
aus ISG K 35

 

Nach einer ausführlichen Mittagspause machten wir uns nach einem geistlichen Impuls von Sr. Rosina zum praktischen Teil auf, angeleitet von Sr. Barbara:

Brotbacken und Gestalten der Agape

Während einige Hände fleißig den Teig kneten und gesunde gelbe Rüben schneiden, decken andere den Tisch.
 

 

Zutaten:
Mehl, Wasser, Öl, Hefe, Salz, eine Prise Zucker, …

und andere wichtige
Zu-Taten:
Kneten, Zeit und Zuschauen, Lächeln, die Hitze des Backofens und die Liebe Gottes.

 Am Abend feierten wir dann gemeinsam Agape,
ein Mahl der Liebe.
 

„Du deckst mir den Tisch …
… du füllst mir reichlich den Becher.“ (Ps 23,5)
 

Bei der Agape ist es wichtig, dass es z.B. eigens einen Gurkenteller und einen Karottenteller gibt, damit man Gelegenheit zum Teilen hat.
Jede Schüssel wird liebevoll angeboten.

Auch das Brot wird gebrochen und geschnitten
und ausgeteilt. „Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ (Mt 4,4)

Darum werden während der Agape Bibeltexte gelesen, denn
„dein Wort war mir Glück und Herzensfreude“ (Jer 15,16),
„Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheißung, süßer als Honig für meinen Mund.“ (Ps 119,103)

 

Sonntag, 31.12.06
 

Eucharistie – Mitte

Wendungen durchleiden
den Weg zur Mitte gehen
– verweilen –
an der Quelle sein
zurückgehen
Alltag leben
 


© M. Barbara Krammer

Warum ist mir Anbetung wichtig?

Anbetung mit der Mutterhausgemeinschaft
* * *
Unsere Ordensgründerin Maria Theresia von Jesu Gerhardinger sagt:
„Die Einsetzung des Allerheiligsten Sakramentes
übertrifft die Liebe aller Liebe
und reißt uns hin
zur tiefsten staunenden Anbetung
und ewigen Verwunderung.“

 

Miteinander unterwegs zur Herz-Jesu-Kirche

20:30 Bunter Silversterabend
23:00 Stille Anbetung
00:00 Mitternacht auf dem Angertürmchen mit Blick auf die Stadt München

 

Montag, 01.01.07
Sendung vom Grab Mutter Theresias

„Alles in Jesu Namen!
Dieser allerheiligste Name ist uns Blinden himmlisches Licht,
das alle Nebel der Zweifel und Versuchungen,
alle Finsternisse des Geistes zerstreut
und uns den schnurgeraden Weg zum Himmel weist.“
Maria Theresia von Jesu Gerhardinger
 

Von links nach rechts:
M. Rosangela (Italien), M. Edith (BY), M. Rosina (BY), M. Barbara (BY), M. Josefa (BY, Westfalen), M. Jolanta (BY) Sr. Mariana (BY, Rumänien), M. Letitia (BY, Rumänien), M. Marjetka (Slowenien)