Stimmungsvoller Festakt für Schulschwestern in Geisenfeld
zum 150-jährigen Jubiläum
11. 0ktober 2009
  Festlicher Auftakt des Jubiläums war ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche, wo Kirchenchor und Bläserensemble unter der Leitung von H. Jörg Dudas die von ihm komponierte Missa brevis in G und das Ave Maria zur Aufführung brachten.
     
 


Stadtpfarrer Stummer charakterisierte in der Predigt das Wesen der Schulschwestern zunächst mit einer Auswahl von Zitaten von Schülern der dritten Klasse: z.B. „viel in der Kirche“, „lieb und etwas älter“, „immer gut drauf“, „keine Elektronik, dafür guten Kontakt mit Gott,“ „cool“. Der eigentliche Kern ihres Wirkens ist aber der Geist ihrer Ordensgründerin Theresia Gerhardinger, die die Schwestern lehrte, die Herzen der Kinder zu gewinnen. Das gelingt nur, wenn sie das eigene Herz einsetzen. In einer Gesellschaft , die zunehmend unverbindlich wird, und angesichts einer Bildungslandschaft, die als „riesiges Experimentierfeld“ Ratlosigkeit und Unsicherheit hinterlässt, ist dieses Engagement umso bedeutender.
  Als sichtbarer Ausdruck der Wertschätzung und Verbundenheit schmückten 205 Herzen mit der Aufschrift der Namen von Schwestern, die in Geisenfeld gewirkt haben, das Bild von Mutter Theresia vor dem Altar.
  Sr. Charlotte, die Provinzoberin der Armen Schulschwestern in Bayern, dankte für die würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes. Sie hob hervor: „Auch wenn sich der Aktionskreis der Schwestern im Laufe der Jahre verändert hat, bleibt das Ziel des gelebten Glaubens doch dasselbe: Durch Sein und Wirken dazu beitragen, dass das Leben der Kinder und jungen Menschen gelingt.“
     
 

Wie sehr die Schwestern in der Gemeinde verwurzelt sind, zeigte sich bei dem fröhlichen Pfarrfamiliennachmittag, bei dem mehr als 70 Mädchen und Buben mit ihren begeisterten Liedern, Tänzen und einem Querflötentrio das Festprogramm gestalteten. Im Mittelpunkt stand ein chronologischer Aufriss der geschichtlichen Entwicklung des Konvents der A. Schulschwestern durch 150 Jahre in Geisenfeld, einfühlsam vorgetragen von Schulleiterin Gabriele Bachhuber.
In einer Weg-Meditation stellten einige Schülerinnen die Stärken der Schwestern heraus: die Kraft des Trostes und des Zuspruchs sowie die Führung durch das Kirchenjahr, für die neben der Wissensvermittlung immer Zeit war.
     
  Bürgermeister Staudter dankte den Schwestern für das segensreiche Wirken: „Sie gehören in unserer Stadt in die erste Reihe.“ Er lud sie – mit ihm als persönlichen Reisebegleiter – zu einem ganztägigen Ausflug mit dem Citymobil nach Altötting ein.
     
  Mit einer feierlich gestalteten Vesper in der Pfarrkirche klang das schöne Fest zur Ehre Gottes und Freude aller Feiernden aus.
In vielen Gesprächen an diesem Tag war nicht zu überhören: „Wir sind dankbar für unsere Schwestern – sie sind uns ein Geschenk!“