Eingliederung der Rumänischen in die Bayerische Provinz

Erstmals in der Geschichte der Kongregation der A. Schulschwestern v.U.L.Fr. wurde am 30. Juli 2002 in der Hauskapelle der Schulschwestern in Timişoara ein besonderes Ereignis offiziell vollzogen – die Eingliederung der Rumänischen in die Bayerische Provinz.

Nach einem langwierigen Prozess mit den notwendigen Formalien bereiteten sich die Schwestern beider Provinzen bewusst auf diesen Akt vor, was sich in der Gestaltung der Feier und des ganzen Tages widerspiegelte.

 

 

Mit verschiedenen Symbolen brachten die rumänischen Schwestern in der Gaben-Prozession ihre Anliegen und Bitten zum Altar: die Geschichte der Rumänischen Provinz für die Führung Gottes durch 80 Jahre Provinzgeschichte, ein Kreuz für alles Schwere, das die Schwestern ertragen haben, unsere Konstitution für ihr Leben in Gelübden, Blumen für Freude und neues Leben, eine Statue Mutter Theresias für die Anliegen der Vorgesetzten , die Namen der Schwestern, die in Rumänien gewirkt haben und gestorben sind.

 

Der Hauptzelebrant, Bischof Martin Roos, würdigte in seiner hoffnungsvollen Predigt das mutige und glaubensstarke Wirken der Schwestern in Rumänien während der faschistischen und kommunistischen Zeit und erklärte, dass mit der Eingliederung ein Gebot der Stunde erkannt und entsprechend umgesetzt werde.

 

Die Generaloberin, Sr. Rosemary Howarth, bedankte sich im Namen der Mitglieder des Generalrats und aller Schwestern der internationalen Kongregation bei den Schwestern in Rumänien „für 144 Jahre Treue Gott gegenüber, für ihre Beharrlichkeit in schweren Zeiten und für ihren Mut, eine neue ‚schwere’ Wahl für das Leben zu treffen“.

Sr. Salome Strasser, die Provinzoberin der Bayerischen Provinz, gab den Schwestern ihre Freude zu verstehen, dass gerade zum Zeitpunkt der Eingliederung zwei junge Frauen aus Rumänien in den Orden eintreten und ihr Noviziat beginnen. Mit dem heutigen Tag, an dem sie zwar den Status als Rumänische Provinz aufgeben, empfangen sie und die bayerischen Schwestern das Geschenk einer gemeinsamen Zukunft.

Beim ausgiebigen Festmahl war dank der guten Deutschkenntnisse der Geistlichen und der Schwestern angeregte Unterhaltung möglich.

 

Die Postulantinnen und Kandidatinnen gestalteten musikalisch die feierliche Vesper, die unter dem Thema „Vertrauen und wagen“ stand. Sr. Adelgarda Rieß überreichte im Namen des Generalrats einen blühenden Blumenstock. Sr. Salome drückte ihre Wünsche anhand einer Marienkerze und einer Orchidee aus und dankte Sr. Margit Donhauser, der bisherigen Provinzoberin der Rumänischen Provinz und jetzigen Oberin der Filialgemeinschaft Rumänien, mit einer Altöttinger Muttergottesstatue für ihren unermüdlichen Einsatz für die Schwestern in Rumänien.

Kurzweilig war es beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Wohnzimmer. Frohes Singen, unterhaltsame Sketche und zwangloses Erzählen füllten die Zeit bis zum Abendessen und bestätigten das Wort des Bischofs, es werde ein neuer Schritt in die Zukunft gewagt.