Unser Ruheheim steht weithin sichtbar wie eine Burg auf dem Ruprechtsberg im "Schatten der Wallfahrtskirche" Maria Dorfen.
Der südliche Bau des Schwesternheimes entstand 1717 als Priesterhaus. Neben dem Studium betreuten die Geistlichen den sehr regen Wallfahrtsbetrieb.
1775 entstand der Nordbau als Priesterseminar mit der wunderschönen Kapelle, die von Kennern als Schmuckkästchen des Rokoko bezeichnet wird. Hier versammeln sich die 63 Schwestern täglich zum Stundengebet, zur Eucharistiefeier, zum Rosenkranzgebet und zur Anbetung.
1913 erwarb die Kongregation der Armen Schulschwestern die vom Ordinariat München-Freising zum Kauf angebotenen Gebäude aus dem Jahr 1776 für die alten, kranken und hilfebedürftigen Schwestern.
Der über 250 Jahre alte Gebäudekomplex wurde von 2002 - 2006 generalsaniert. Durch den Einbau von Nasszellen sowie schwellenfreien Zugängen zu den Einzelzimmern, Gemeinschafts- und Nebenräumen werden die zeitgemäßen Pflegemaßnahmen erleichtert.
Durch diese Sanierung ist es möglich geworden, dass auch die pflegebedürftigen Schwestern in Gemeinschaft essen, beten und die Freizeit verbringen können.
Die harmonische Zusammenarbeit von Schwestern und weltlichen Mitarbeiterinnen gewährleistet eine individuelle Pflege. Während der Nacht übernimmt ein gut qualifiziertes Team die anfallenden Pflegemaßnahmen.
Vorteilhaft sind auch die barrierefreien Wege für die Schwestern im Rollstuhl oder mit Rolator. So können sie fast das ganze Jahr ins Freie gelangen und sich am Wachsen, Blühen und Reifen erfreuen.
Die exponierte Lage des Haues schenkt den Schwestern einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt Dorfen und ins Isental.
In froher Runde werden die Feste des Jahres gefeiert.
Im Eingang des Hauses weist ein Wort aus dem Johannesevangelium auf unsere Zukunft hin: "Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen."
 
Wenn wir Abschied nehmen von unseren irdischen Wohnungen, wird uns im Haus des himmlischen Vaters eine noch schönere Wohnung erwarten.
Diese tröstliche Zusage gibt uns Hoffnung und Zuversicht.