Die erste Post aus Elbasan im Neuen Jahr 2007 - Gottes Segen, Kraft und Freude:
All-täglich!
Bei meinem „Heimatbesuch“ in der vorweihnachtlichen Zeit durfte ich wieder und in ganz persönlicher Weise Ihr Interesse, Ihre Teilnahme für unsere albanische Mission spüren und ich hole Sie gerne ein bisschen ins Kinderheim: Mit Begeisterung stürmten unsere Buben durch den Wald und sammelten Kiefernzweige , um dann Adventkränze zu binden.

 

Eine Sternenmeditation brachte die Kinder sozusagen auf den Weg – jeder darf ein Stern sein, der zu Christus führt. Die Adventuhr zeigte an, wer an welchem Tag eine Extraaufgabe für die Gemeinschaft hat. (durch eine Karamele=Bonbon versüßt)
Unser Zahnarzt wollte die Kinder unseres Heims besonders erfreuen und lud in ein Gasthaus, wo gutes Essen und Tanz zur Vorfreude auf das Fest beitrugen.
Der Mittelpunkt unserer Weihnachtsfeier im Heim, an der alle Angestellten- , auch vom Kindergarten teilnahmen, war die spielerische Darstellung des Weges der 3 Könige zur Krippe. Dann gab's Torte und Plätzchen mit Getränken und die Kinder trugen Gedichte vor, die sich auf den Jahreswechsel und das Neue Jahr = Vitin e Ri, das hier besonders gefeiert wird, bezogen. Geschenke erfreuten am nächsten Tag:  wunderschöne Pullover, die Schwestern vom Altenheim in Giesing gestrickt haben, verschiedene kleine Spielsachen und Schoko dank deutscher Spenden.
Vom 26.12.2006 – 04.01.2007 dürfen alle Kinder zu ihren Angehörigen oder in eine andere Familie. Obwohl die Sehnsucht, bzw. Freude der Kinder groß ist, in die Familie zu kommen, wissen wir auch um die Probleme, die damit verbunden sind. - - Die Mutter von Hasja, Arjani und Sameti kann die Kinder nur notdürftig bei ihrer Schwester unterbringen – wir geben ihr das Geld für die Busfahrt; Der Papa von Marisa, Mario und Lili - nimmt dieses Mal auch Lisa mit, die im Heim bei den
Schwestern von Mutter Teresa ist. - Das Kind schreit herzzerreißend, weil es mit diesem Mann mitkommen muss; sie kennt ihn nicht als ihren Vater. Zuhause sind 3 weitere Kinder und ein Ungeborenes im wächst im Mutterleib ... Ylka, der Mutter von Marius, geben wir wie immer Lebensmittel mit, sie braucht Essen für ihre insgesamt 5 Kinder. Sie ist auch sehr froh um die warme Decke für die Kleinste, die wirklich süße Maria.
"Warum lasst ihr die Kinder nach Hause?" werden Sie fragen. Wir überlegen und spüren, dass die Herzen der Kinder eine Heimat suchen, der Kontakt in ihre Wirklichkeit soll nicht ganz verloren gehen, der Unterschied zwischen Heim und Zuhause darf auch gespürt werden. Wenn sie zurückkommen, wollen wir ihnen, soweit möglich, durch unsere Liebe helfen, mit den Erlebnissen der vergangenen Tage umzugehen. Am Samstag sind wir mit unseren Kindern in der Kirche und sie dürfen auch dort den Weg der 3 Könige zur Krippe, zum göttlichen, Kind zeigen.
Eine große Erwartung erfüllte sich im Advent auch durch den Beginn von Kursen im neuen Wohnheim. Wir sehen, dass Notwendigkeit und Interesse bestehen und dass den Teilnehmerinnen sowohl die Ausbildung (Englisch, PC, Nähen) wichtig ist, dass ihnen aber auch die im Haus geschaffene Atmosphäre gut tut. Sie entdecken ihnen selbst unbekannte Fähigkeiten und die Freude darüber macht sie stärker.
Viele Grüße aus Elbasan, Sr. Almuth, Sr.Slavka, die Angestellten und alle unsere Kinder