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München-Au

Festgottesdienst
Begegnung im Kloster
         
26. Oktober
10:00 Uhr Jubiläumsgottesdienst in Mariahilf, München-Au

  Für Sonntag lud Stadtpfarrer Markus Gottswinter die Schulschwestern in seine Pfarrei Mariahilf zu einem Jubiläumsgottesdienst ein. Als erste Schulschwestern-Niederlassung Münchens hat „München-Au“ eine besondere Bedeutung.

Der feierliche Einzug der Zelebranten mit dem liturgischen Dienst beeindruckte durch die vielen Bannerabordnungen. Schwungvoll spielte die Schwestern-Band des Angerklosters auf. Stadtpfarrer Markus Gottswinter begrüßte die Anwesenden - auch im Namen der beiden Konzelebranten Professor Dr. Winfried Aymans, Apostolischer Protonotar, und Pfarrer Günther Ferg - und drückte seine Freude über die vielen Schulschwestern-Gäste aus.
 
  Sr. Mary richtete als Generaloberin ein Wort an die Gottesdienst-Besucher. Sie verwies darauf, welch „wunderbare Erziehungs-/Bildungsarbeit“ sich seit den Anfängen hier in der Au entfaltet hat. Dem Dank für alle Unterstützung fügte sie die Bitte um Gottes Segen und weitere Unterstützung an.
  Die Lesung (Eph 3,17-21) trug Frau Brigitte Wolf vor, ein aktives Mitglied der Pfarrei und Lehrerin an der Theresia-Gerhardinger-Grundschule am Anger, die den Gottesdienst mitorganisierte.
 
Anschaulich schilderte Pfarrer Gottswinter in seiner Predigt den armseligen Anfang von Mutter Theresia mit vier Schwestern hier in München-Au. Da im Pfarrhof kein Platz für sie war, wurden sie in die Wohnung des Lohnkutschers geschickt, erhielten dort eine dünne Zwutzelsuppe und dazu nur einen Löffel und verbrachten die Nacht auf dem Fußboden. Die Lesung gab für den Prediger die Antwort, wie aus einem solchen Anfang Großes werden konnte. „Mutter Theresia hat sich aus dem sicheren Gefühl heraus reich gesegnet zu sein, mutig herangewagt an die wesentlichen Bedürfnisse ihrer Zeit. Aus der inneren Kraft des Glaubens hat sie unendlich mehr vermocht, als sie es wohl selbst für möglich gehalten hätte.“ Ihr pädagogischer Ansatz der ganzheitlichen Bildung ist heute nach 175 Jahren genauso aktuell wie damals. Wenn das Teilen – wie mit dem einen Löffel praktiziert - vor dem Zusammenrechnen stünde, würde das menschliche Miteinander in der Welt anders aussehen. Das Lernziel, das uns das Evangelium (Mt 22,34-40) mit dem Gebot der Liebe vorgibt, fasste er in der Gleichung zusammen: Denken + Glauben + Liebe = Leben in Fülle.
  Bei den Fürbitten stellten Schwestern jeweils ein Licht an die Altarstufen.
 
  Angelockt von den Klängen der Schwesternband, die draußen auf der Auer Dult zu hören waren, füllte sich die Kirche mehr und mehr. Die Band erhielt am Schluss vom Pfarrer das Lob, dass sie die Qualität gewisser Filme weit übersteige. „Qualität, die von Herzen kommt, ist das Markenzeichen der Armen Schulschwestern.“

 
 
 
Die Gläubigen wandten sich noch an die Gnadenmutter von der Au und grüßten sie mit einem Ave Maria.

  Nach dem Gottesdienst lud die Pfarrei die Schwestern zu einem Stehempfang ein. In gelöster Atmosphäre gab es frohe Begegnungen. Sr. Mary bedankte sich sehr herzlich für die große Aufmerksamkeit und Anerkennung, die den Schulschwestern erwiesen wurde.