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| 24. Oktober 11:00 Uhr Festakt |
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| Ein abwechslungsreiches Programm erwartete die Gäste beim Festakt in der Sporthalle, einem „ungewöhnlichen, aber für die Schulschwestern passenden Festsaal“, wie Provinzoberin Sr. Salome Strasser in ihrer Begrüßung sagte, „schließlich hatte Mutter Theresia den Turnunterricht für Mädchen eingeführt. | ||
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| Einen schwungvollen Auftakt bildete das Orchester
des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger unter der Leitung von Fr.
Bärbel Mörtl mit der Suite Nr. 2, Farandole von George Bizet. |
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Provinzoberin Sr. Salome Strasser bedauerte, dass sie
nicht alle Gäste namentlich begrüßen konnte; auch hier sollen nur einige
genannt werden. Ihr herzlicher Willkommensgruß galt der Generaloberin
Sr. Mary Maher mit den drei Generalrätinnen Sr. Carol Jean Dust, Sr.
Maureen McGoey und Sr. Dominica Michalke und den Provinzoberinnen des
Hauptgebiets Europa (Italien, Österreich, Polen, Slowenien, Tschechien
und Ungarn). |
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| Entsprechend dem Gründungsauftrag der
Schulschwestern, nämlich Erziehung und Bildung, sollte Kultusminister
Siegfried Schneider die Festrede halten. Aufgrund der tagespolitischen
Gegebenheiten wurde er von Staatssekretär Bernd Sibler vertreten.
Besondere Freude drückte Sr. Salome über die Anwesenheit von
Oberbürgermeister Christian Ude aus, gehört doch das Angerkloster mit
seiner 750-jährigen Geschichte zum „Urgestein“ von München. Als große
Ehre bezeichnete sie die Mitfeier von Herzog Franz von Bayern, dem Chef
des Hauses Wittelsbach. Er stellte die direkte Verbindung zu König
Ludwig I. her, der durch seine Unterstützung die Gründung ermöglichte
und förderte. Sr. Salome hieß herzlich willkommen Frau Charlotte
Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde und des
Zentralrats der Juden in Deutschland, und verwies auf die
Herausforderung, die sich aus der direkten Nachbarschaft der Synagoge
Ohel Jakob und der St. Jakobskirche ergibt. Den Leitungen der verschiedenen Ordensgemeinschaften dankte sie für ihr zahlreiches Kommen, sie begrüßte Geistliche und Vertreter der Ordinariate, Vertreter aus Politik und von Behörden, Firmenvertreter und die Nachbarn rund um den St. Jakobs-Platz, ebenso die Leitungen der ordenseigenen pädagogischen Einrichtungen (7 Schulen und 9 sozialpädagogische Einrichtungen) mit den Mitarbeitervertretungen und Schülersprecherinnen. Den am Programm beteiligten Lehrkräften und Schülerinnen dankte sie für ihr zusätzliches Engagement. Ein herzliches Grüß Gott sagte sie den 300 Schwestern aus der Bayerischen Provinz, die z. T. weit angereist waren – aus Schweden und Rumänien, Berlin und Westfalen. Zum Abschluss erinnerte Sr. Salome an das bekannte Wort von König Ludwig I. über Mutter Theresia: „Diese Frau weiß, was sie will, und was sie will, ist groß gedacht“ und fügte an: Ich denke, dieses Wort ist und bleibt eine Herausforderung, unsere Sendung so zu leben, dass andere von uns sagen: Diese Frauen wissen, was sie wollen, sie haben eine Vision, sie machen ‚Christus sichtbar’, leben das Charisma ihrer Gründerin im Heute – und tragen ihre Sendung mutig und entschlossen in die Zukunft. |
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| Die Herzen aller gewannen die Mädchen der Klasse 4a
der Theresia-Gerhardinger-Grundschule am Anger mit ihrer Szene „Was
sagst Du, Mutter Theresia?“, einstudiert von Sr. Charlotte Oerthel.
Couragiert moderierten zwei Schülerinnen: sie stellten das Wirken der
Schulschwestern vor, indem sie Kinder des
Theresia-Gerhardinger-Kindergartens am Anger auf die Bühne holten und
Schülersprecherinnen baten, kurz von ihrer Schule zu erzählen. Dabei
ließen sie immer wieder Mutter Theresia selbst zu Wort kommen, der die
Klasse ein Lied sang und die am Ende ihre 11. Nachfolgerin begrüßte. |
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| Zur Überraschung und Freude aller begann die aus den USA stammende Generaloberin Sr. Mary Maher ihr Grußwort auf Deutsch und überbrachte stellvertretend die Grüße der 3.500 Schwestern der ganzen Kongregation. Als Erkennungszeichen der Armen Schulschwestern nannte sie die gute Erziehungs- und Bildungsarbeit, die junge Menschen befähigt, Verantwortung zu übernehmen, und das Streben nach Einheit, das Mutter Theresia ein großes Anliegen war und heute in einer zerrissenen Welt notwendiger ist denn je zuvor. Die Schulschwestern beschrieben vor einem Jahr beim Generalkapitel in Brasilien ihre Zukunft als eine Zukunft der Solidarität mit allen Menschen und mit der ganzen Schöpfung. In dieser Vision wissen sie sich eins mit allen, die heute mitfeiern. | ![]() |
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| Beim klassischen Harfenstück, vorgetragen von
Theresa Altmann, konnten die Worte der Generaloberin nachklingen. |
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Staatssekretär Bernd Sibler brachte zum Ausdruck, wie angetan er von der positiven Atmosphäre war, die er beim Betreten des Hauses spürte. Er griff den Titel der Schulschwestern-Lebensregel „Ihr seid gesandt“ auf und sagte: „Das Bewusstsein einer ‚Sendung’ gibt die Kraft, sich auch in schwierigen Zeiten nicht vom Weg abbringen zu lassen.“ Das „Wir“, die Gemeinschaft, die gemeinsame Sendung und das gemeinsame Ziel, sieht er als weiteren wichtigen Aspekt und als zeitgemäße Botschaft an. Aus der Verwurzelung im Glauben und aus dem Vertrauen in die Gemeinschaft ist es dem Orden immer wieder gelungen, über fast zwei Jahrhunderte zeitgemäße Antworten auf drängende Fragen zu finden. Staatssekretär Sibler würdigte die Ordensgründerin Maria Theresia von Jesu Gerhardinger als große Pädagogin, deren Lebenswerk durch die Aufstellung ihrer Büste in der Walhalla von Seiten des Staates anerkannt wurde. | |
| Ihr ganzheitlicher Ansatz und ihre
zielgerichtete Erziehung regen zur Frage an: „Wie sieht erfolgreiche
Werteerziehung heute aus?“ Herr Sibler wünschte sich abschließend, „dass
die Ordensgründerin, diese beeindruckende Frau, von unseren jungen
Menschen als das wahrgenommen wird, was sie war – - als starke Frau, die sich den Herausforderungen ihrer Zeit gestellt hat; - als Gläubige, die ihren Weg mit tiefer Überzeugung, Beharrlichkeit und Mut verfolgt hat; - als Pädagogin, die Kompetenz, Einfühlungsvermögen und Gespür für die jungen Menschen hatte; - als Führungspersönlichkeit, die vor Verantwortung nicht zurückgescheut ist; - und schließlich als vorbildlicher Mensch, der die anderen Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns gestellt hat.“ |
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| Das Orchester zeigte mit Themes from 007 sein Können
auch im zeitgenössischen Stil. |
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| Die abwechslungsreiche Sportnummer „Miteinander in Bewegung“ passte ganz zur Bemerkung von Sr. Salome, dass die Sporthalle ein angemessener Festsaal sei. | ||
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| Oberbürgermeister Christian Ude
gestand in seinem Grußwort, seine Einschätzung vom Angerkloster
grundlegend revidieren zu müssen und von seinen bisherigen Vorstellungen
Abschied zu nehmen. Die Kongregation ist von Geburt an äußerst modern
und der Zeit voraus, sie leistet hervorragende, pädagogisch wegweisende
Arbeit. Ansichten, die wir uns heute erst aneignen, hat Maria Theresia
von Jesu Gerhardinger mit der geschlechtergerechten Erziehung und ihrem
ganzheitlichen Ansatz bereits vor 175 Jahren praktiziert. |
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Gekonnt führten die zwei Einradfahrerinnen gewagte Stücke vor und
begeisterten das staunende Publikum. |
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| Frau Präsidentin Charlotte Knobloch
empfindet die Ordensgemeinschaft der Schulschwestern als Familie der
besonderen Art – Verlässlichkeit, Beständigkeit, Gottesfurcht,
Lebenslust und –freude kennzeichnen sie. Sie würdigte das sichere Gespür
für die Bedürfnisse der Menschen, auch für diejenigen, die Unterstützung
und Begleitung benötigen. Am St.-Jakobs-Platz, der durch das
Angerkloster schon immer ein Ort der Frömmigkeit war, üben nun Christen
und Juden ihre Religion aus; hier ist etwas Gutes, Friedvolles
gewachsen. |
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Temperamentvoll und zugleich anmutig wirkten die zwei
Flamenco-Tänzerinnen, die fremdländisches Flair in die Halle brachten. |
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| Als derzeitige Koordinatorin des
Hauptgebiets Europa sprach die Provinzoberin aus Slowenien,
Sr. Darija Krhin, und übermittelte die Glückwünsche der
sechs europäischen Provinzen. Es wächst eine immer stärkere
Verbundenheit unter den Provinzen, die gemeinsame Schritte in die
Zukunft einschließt. Sr. Darija bedankte sich im Namen der Schwestern
aus Osteuropa für alle Hilfe, die sie aus dem Westen in der schweren
Zeit der politischen Trennung und darüber hinaus erfahren haben. Durch
Christus, die Mitte unserer Gemeinschaften, soll sich das Band der
Einheit festigen. |
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Einen beeindruckenden Abschluss des Festaktes boten der Oberstufenchor und das Orchester des Theresia-Gerhardinger-Gymnasiums am Anger unter der Leitung von Sr. Annemarie Bernhard mit "Stimmt an die Saiten" aus Haydns „Schöpfung“. Das Publikum klatschte begeistert Beifall. | |